Insel der verlorenen Seelen (1932)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Erle C. Kenton |
|---|---|
| Genre | Science Fiction, Horror |
| Laufzeit | 70 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1932-12-23 |
| Budget | 300.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (274 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Schiffsuntergang wirft Edward Parker ins offene Meer, tagelang treibt er im Rettungsboot, ehe ihn ein Frachtschiff aufnimmt. Doch statt in sicheren Hafen führt die Reise auf eine namenlose, auf keiner Karte verzeichnete Tropeninsel. Dort betreibt Dr. Moreau eine Klinik, in der er wilde Tiere durch Experimente zu menschenähnlichen Wesen umformt. Ein striktes Regelwerk hält diese Kreaturen im Zaum: kein Fleischgenuss, kein Gang auf allen Vieren, kein Blutvergießen. Wer sich widersetzt, wird ins gefürchtete „Haus der Schmerzen“ gebracht. Für den schiffbrüchigen Parker beginnt inmitten dieser Insel ein Aufenthalt, dessen Ausgang offenbleibt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1932 unter der Regie von Erle C. Kenton und beruht auf dem Roman „Die Insel des Dr. Moreau“ von H.G. Wells – dies ist die erste Verfilmung des Stoffs. In den Hauptrollen sind Charles Laughton, Richard Arlen, Leila Hyams und Bela Lugosi zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Science Fiction und Horror zeigt sich hier in der Grundidee selbst: eine wissenschaftliche Versuchsanordnung, die sich in etwas Bedrohliches verwandelt. Die Insel als abgeschotteter, unkartierter Ort schafft einen Raum außerhalb gesellschaftlicher Ordnung, in dem Moreau eigene Gesetze aufstellt. Die drei Regeln für die Mensch-Tier-Wesen – nicht auf allen Vieren gehen, kein Fleisch essen, kein Blut vergießen – geben der Erzählung eine fast rituelle Struktur und machen die Fragilität der von Moreau geschaffenen Ordnung sichtbar. Dass ein Schiffbrüchiger als Beobachterfigur eingeführt wird, erlaubt es der Geschichte, die Insel und ihre Bewohner aus der Perspektive eines Außenstehenden zu erschließen.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,9 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im soliden Mittelfeld seines Genres, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen ließe. Zwischen dem Erscheinungsjahr 1932 und heute liegen mehr als neunzig Jahre, ein Zeitraum, der den Film als frühes Beispiel für die filmische Auseinandersetzung mit Wells’ Stoff kenntlich macht. Innerhalb der Science-Fiction-Horror-Kombination steht er für eine Frühphase, in der wissenschaftliche Hybris und körperliche Verformung als zentrale Schreckensmotive verhandelt wurden.
Bilder








Besetzung & Stab
- Charles Laughton als Dr. Moreau
- Richard Arlen als Edward Parker
- Leila Hyams als Ruth Thomas
- Bela Lugosi als The Sayer of the Law
- Kathleen Burke als Lota the Panther Woman
- Arthur Hohl als Montgomery
- Stanley Fields als Capt. Davies
- Paul Hurst als Capt. Donahue
- Hans Steinke als Ouran
- Tetsu Komai als M`ling
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Verfügbarkeit
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