Ich habe sie gut gekannt (1965)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Antonio Pietrangeli |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1965-12-01 |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (188 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Adriana kommt aus der Provinz Pistoia nach Rom, mit dem Ziel, im Filmgeschäft Fuß zu fassen. Bis sich dieser Traum erfüllt, hält sie sich mit wechselnden Gelegenheitsjobs über Wasser und lässt sich auf Beziehungen zu Männern ein, die ihre Arglosigkeit für eigene Zwecke ausnutzen. Trotzdem lässt sie sich nicht entmutigen. Als sie schließlich eine kleine Rolle in einem Kostümfilm ergattert, wird sie für eine Wochenschau interviewt – angeblich, um sie einem größeren Publikum bekannt zu machen. Der wahre Zweck dieser Aktion erweist sich als ein ganz anderer.
Entstehungsgeschichte
"Ich habe sie gut gekannt" entstand 1965 unter der Regie von Antonio Pietrangeli. Der italienische Film ist als Drama angelegt und versammelt eine international besetzte Besetzung: Stefania Sandrelli spielt die Hauptfigur Adriana, an ihrer Seite stehen Mario Adorf, Jean-Claude Brialy und Joachim Fuchsberger.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte folgt einer jungen Frau, die vom Rand in die Filmwelt drängt, und blickt dabei auf die Mechanismen, mit denen ihre Naivität von anderen instrumentalisiert wird. Dass die Männerfiguren von Darstellern aus drei verschiedenen Ländern besetzt sind, deutet auf eine Welt aus wechselnden, letztlich beliebigen Verhältnissen hin, durch die Adriana treibt. Die Anlage der Erzählung – episodisch, von einer Station zur nächsten – spiegelt diese Instabilität: Es gibt keinen festen Halt, nur eine Aneinanderreihung von Gelegenheiten, die sich als Fallen entpuppen. Die Wochenschau-Episode am Ende, mit ihrem doppelten Boden aus erklärter und tatsächlicher Absicht, bündelt dieses Muster von Sichtbarkeit als Ware und Ausbeutung als Preis dafür noch einmal zugespitzt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,5 bei einer eher schmalen Stimmenbasis gehört der Film zu jenen Titeln, die kein Massenpublikum erreicht haben, aber bei denen, die ihn gesehen haben, überdurchschnittlich gut ankommen. Seit der Entstehung 1965 sind mittlerweile 60 Jahre vergangen, was den Film klar als Zeitzeugnis eines bestimmten italienischen Kinos jener Dekade verortet. Innerhalb des Dramengenres zeichnet er sich durch seinen Fokus auf eine weibliche Figur aus, deren Weg durch eine von Männern dominierte Branche im Zentrum steht, ohne dass die Erzählung ihr Ende vorwegnimmt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Stefania Sandrelli als Adriana Astarelli
- Mario Adorf als Emilio Ricci, aka Bietolone
- Jean-Claude Brialy als Dario Marchionni
- Joachim Fuchsberger als The Writer
- Nino Manfredi als Cianfanna
- Enrico Maria Salerno als Roberto
- Ugo Tognazzi als Gigi Baggini
- Karin Dor als Barbara
- Franco Fabrizi als Paganelli
- Turi Ferro als Il commissario
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