Ghost World (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Terry Zwigoff |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-07-20 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 7.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 8.800.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (1.632 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Enid und Rebecca sind Außenseiterinnen und haben gerade die Schule beendet. Der Sommer danach gehört ihnen — und niemandem sonst.
Enid stößt auf Seymour, einen deutlich älteren, einsamen Sammler alter Schallplatten. Sie will ihm helfen, jemanden kennenzulernen. Was daraus entsteht, bringt sie und Rebecca auseinander.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist Daniel Clowes' Graphic Novel „Ghost World" aus den neunziger Jahren. Clowes schrieb das Drehbuch gemeinsam mit Terry Zwigoff, der Regie führte.
Clowes beschrieb den Vorgang später: Er habe zunächst den Comic abgeschrieben, dann alles zu verwerfen versucht und eine völlig neue Geschichte geschrieben — der Film habe sich am Ende stark von ihrem Skript unterschieden.
Thora Birch spielt Enid, Scarlett Johansson die Rebecca, Steve Buscemi den Seymour, Brad Renfro den Josh, Bob Balaban Enids Vater und Illeana Douglas die Kunstlehrerin Roberta.
Die Kamera führte Affonso Beato, den Schnitt besorgten Carole Kravetz-Aykanian und Michael R. Miller, die Musik stammt von David Kitay. Das Budget betrug sieben Millionen Dollar.
Hinter den Kulissen
Die Bildgestaltung folgte einer klaren Vorgabe: Der Film sollte wie ein Comic aussehen. Affonso Beato studierte dafür den Stil der Vorlage; das Ergebnis wirkt absichtlich übersättigt.
Der Soundtrack ist Teil der Figurenzeichnung. Blues- und Jazzstücke, darunter „Devil Got My Woman" von Skip James aus dem Jahr 1931 und ein bekanntes Bollywood-Lied aus „Gumnaam" von 1965 — die Musik gehört zu Seymours Welt und zu Enids Neugier darauf.
Genau daran hängt der Konflikt. Enid interessiert sich für das, was aus der Zeit gefallen ist, und Rebecca will ankommen. Der Sommer entscheidet, welche der beiden recht behält.
Andrew Sarris kritisierte die Hauptfigur ausdrücklich: Enid sei hochmütig, herzlos und täuschend, und sie mache ältere oder ärmere Menschen zum Ziel ihrer Verachtung.
Einordnung & Wirkung
Bei sieben Millionen Dollar Herstellungskosten spielte der Film weltweit 8,7 Millionen ein — kommerziell blieb er eng begrenzt.
Rotten Tomatoes weist 93 Prozent aus, Metacritic 91 von 100. Roger Ebert vergab vier von vier Sternen und schrieb, er habe diesen Film umarmen wollen; er gehe ein Wagnis ein, ohne einen Fehler zu machen. A. O. Scott lobte in der New York Times Thora Birchs intelligent und zurückhaltend gespielte Rolle, Kevin Thomas in der LA Times Buscemis witzig-sensible Darstellung.
Der Film gewann den Independent Spirit Award für das beste Drehbuch; Steve Buscemi wurde von gleich drei Kritikervereinigungen als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Nominiert war der Film für den Oscar für das beste adaptierte Drehbuch, Thora Birch für den Golden Globe.
2017 wurde er in die Criterion Collection aufgenommen — die formale Bestätigung eines Kultstatus, der sich über Jahre aufgebaut hatte.
Bilder








Besetzung & Stab
- Thora Birch als Enid
- Scarlett Johansson als Rebecca
- Steve Buscemi als Seymour
- Brad Renfro als Josh
- Illeana Douglas als Roberta Allsworth
- Bob Balaban als Enid's Dad
- Stacey Travis als Dana
- Charles C. Stevenson Jr. als Norman
- Dave Sheridan als Doug
- Tom McGowan als Joe
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