Gelobt sei Gott (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | François Ozon |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 138 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-02-20 |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (600 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Alexandre lebt mit Frau und Kindern in Lyon. Durch Zufall erfährt er, dass der Priester, der ihn in seiner Pfadfinderzeit missbraucht hat, weiterhin mit Kindern arbeitet. Er entscheidet sich, nicht zu schweigen. Bald finden sich zwei weitere Betroffene, François und Emmanuel, an seiner Seite. Die drei geben einander Kraft und arbeiten gemeinsam daran, das Schweigen zu durchbrechen, das über dem liegt, was ihnen widerfahren ist. Aus dem Widerstand Einzelner wird eine Bewegung, die sich am Ende nicht mehr aufhalten lässt.
Entstehungsgeschichte
François Ozon führte bei dem 2019 erschienenen Film Regie. Melvil Poupaud, Denis Ménochet, Swann Arlaud und Éric Caravaca tragen die Erzählung. Dass mehrere gleichrangige Rollen nebeneinander stehen, entspricht der Anlage: Es gibt keine einzelne Hauptfigur, sondern mehrere Betroffene, deren Wege sich verbinden. Der Film beruht ausdrücklich auf einer wahren Begebenheit.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama, und das passt zur Zurückhaltung, die ein solcher Stoff verlangt. Die Wucht muss nicht hergestellt werden; sie liegt im Vorgang selbst. Erzählerisch bemerkenswert ist die Staffelung: Der Film beginnt bei einem Mann und weitet sich auf weitere Betroffene aus, sodass aus einem persönlichen Entschluss eine kollektive Auseinandersetzung wird. Die Verankerung in einer wahren Begebenheit verpflichtet dabei zu Genauigkeit — es geht um reale Betroffene, nicht um dramaturgisches Material. Entsprechend liegt der Schwerpunkt nicht auf der Tat, sondern auf dem, was das Sprechen darüber kostet und bewirkt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,2 von 10 gehört der Film zu den höher bewerteten Titeln, gestützt auf eine Bewertungsbasis im dreistelligen Bereich. Für ein Drama ohne Genreanreize ist das ein deutlicher Wert und spricht dafür, dass die nüchterne Herangehensweise trägt. Sieben Jahre nach dem Erscheinen hat der Gegenstand — institutionelles Schweigen und die Frage, wer es bricht — nichts an Bedeutung eingebüßt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Melvil Poupaud als Alexandre Guérin
- Denis Ménochet als François Debord
- Swann Arlaud als Emmanuel Thomassin
- Éric Caravaca als Gilles Perret
- François Marthouret als Cardinal Philippe Barbarin
- Bernard Verley als Father Bernard Preynat
- Martine Erhel als Régine Maire
- Josiane Balasko als Irène, Emmanuel's Mother
- Hélène Vincent als Odile Debord, François' Mother
- François Chattot als Pierre Debord, François' Father
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Verfügbarkeit
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