Gegen die Wand (2004)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Fatih Akin |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 117 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2004-03-11 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Einspielergebnis | 11.030.861 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (647 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zwei Verzweifelte begegnen einander in einem Hamburger Krankenhaus. Die junge Türkin Sibel hat sich die Pulsadern aufgeschnitten, Cahit ist schwer betrunken mit dem Auto gegen eine Wand gefahren. Beide sind aus unterschiedlichen Gründen an einem Punkt, an dem das eigene Leben nicht mehr trägt. Sibel sucht einen Ausweg aus ihrem strengen Elternhaus und überredet Cahit zu einer Scheinehe; im Gegenzug will sie ihm den Haushalt führen. Die Abmachung ist als Zweckbündnis gedacht und bleibt es nicht: Während Sibel die neu gewonnene Freiheit ungehemmt auslebt, fühlt sich der Alkoholiker immer stärker zu ihr hingezogen. Aus dieser Schieflage entsteht eine Eskalation, an deren Ende eine Gewalttat steht.
Entstehungsgeschichte
Bei dem 2004 herausgekommenen Film führte Fatih Akin Regie. Sibel Kekilli, Birol Ünel, Güven Kıraç und Meltem Cumbul stehen in den tragenden Rollen. Die Freigabe ab zwölf Jahren fällt angesichts der Härte des Stoffes vergleichsweise niedrig aus.
Hinter den Kulissen
Drama und Liebesfilm gehen hier eine Verbindung ein, die dem zweiten Genre alles Gefällige nimmt. Die Zuneigung entsteht nicht aus Annäherung, sondern aus einer Vereinbarung, die eigentlich Gefühle ausschließen sollte — und genau daraus bezieht die Konstruktion ihre Spannung. Der Stoff berührt Selbstverletzung, Sucht und familiäre Kontrolle, ohne diese Themen zu Kulissen einer Romanze zu machen. Dass die Ehe von Anfang an eine Behauptung ist, macht jede spätere Regung doppeldeutig: Es bleibt offen, was Rolle ist und was nicht. Auch die Besetzung stützt diese Anlage: Vier tragende Rollen genügen, weil die Erzählung sich ganz auf das Paar und sein näheres Umfeld beschränkt und keine Nebenschauplätze aufmacht.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,5 von 10 liegt die Bewertung deutlich über der Mitte der Skala, wobei die Bewertungsbasis mit wenigen hundert Stimmen schmal bleibt. 22 Jahre nach dem Erscheinen steht er für ein Drama, das seine Figuren nicht schont und ihnen dennoch keine Schuldzuweisung nachschiebt. Der Stoff verlangt einiges an Belastbarkeit und beschönigt die dargestellten Konflikte an keiner Stelle.
Bilder








Besetzung & Stab
- Sibel Kekilli als Sibel Güner
- Birol Ünel als Cahit Tomruk
- Güven Kıraç als Seref
- Meltem Cumbul als Selma
- Adam Bousdoukos als Barmann
- Mehmet Kurtuluş als Barmann Istanbul
- Stefan Gebelhoff als Nico
- Catrin Striebeck als Maren
- Demir Gökgöl als Yunus Güner
- Cem Akin als Yilmaz Güner
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Verfügbarkeit
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