Auf der anderen Seite (2007)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Fatih Akin |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2007-09-27 |
| Budget | 3.800.000 $ |
| Einspielergebnis | 17.804.565 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,2 (368 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ali ist Witwer und beschließt, mit Yeter zusammenzuleben, einer Prostituierten, die wie er türkischer Herkunft ist. Sein Sohn Nejat, ein junger Deutschlehrer, sieht diese Verbindung mit Vorbehalten. Doch als er erfährt, dass Yeter ihr Geld ihrer Tochter in der Türkei schickt, um ihr ein Studium zu ermöglichen, wächst seine Zuneigung zu ihr. Yeters Tod entfremdet Vater und Sohn dauerhaft voneinander.
Nejat reist nach Istanbul, in der Hoffnung, Yeters Tochter Ayten zu finden. Ayten jedoch ist in Hamburg. Dort freundet sie sich mit Lotte an, einer deutschen Studentin, die vom Charme und dem politischen Engagement der jungen Türkin gefesselt ist. Lotte bietet ihr sogar an, bei ihr zu wohnen, trotz der Vorbehalte ihrer Mutter Susanne. Doch Ayten wird festgenommen, abgeschoben und in der Türkei inhaftiert. Kurzentschlossen lässt Lotte alles hinter sich und reist ihr hinterher.
Entstehungsgeschichte
Fatih Akin schuf das Drama, das 2007 erschien und auf Englisch „The Edge of Heaven“ heißt. Zur Besetzung gehören Nurgül Yeşilçay, Baki Davrak, Patrycia Ziolkowska und Tuncel Kurtiz. Die Handlung bewegt sich zwischen Hamburg und Istanbul und verbindet deutsche und türkische Lebenswege.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama verzichtet der Film auf Genrereize und setzt ganz auf seine Figuren. Auffällig ist die Erzählstruktur: Mehrere Lebenswege verlaufen nebeneinander, kreuzen sich, verfehlen sich. Vater und Sohn, Mutter und Tochter, zwei junge Frauen aus verschiedenen Ländern, sie alle sind auf der Suche nach jemandem oder nach einem Ort, an den sie gehören.
Die Geschichte spielt mit der Idee der Grenze in mehrfacher Hinsicht. Es geht um die Grenze zwischen Deutschland und der Türkei, um Generationen, die einander fremd werden, und um politisches Engagement, auf das Haft folgt. Der Titel „Auf der anderen Seite“ fasst diese Bewegung zusammen: Jede Figur blickt auf ein Gegenüber, das jenseits einer Trennlinie steht.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,2 von 10 Punkten bei einigen hundert Stimmen erhält das Drama eine deutlich positive Bewertung. Das Publikum honoriert offenbar die vielschichtige, verwobene Erzählweise.
19 Jahre nach seinem Erscheinen steht der Film für ein Kino, das Migration, Familie und Politik über persönliche Schicksale verhandelt. Wer Dramen mit mehreren kunstvoll verknüpften Handlungssträngen schätzt, findet hier einen besonders dichten Vertreter.
Bilder








Besetzung & Stab
- Nurgül Yeşilçay als Ayten Öztürk
- Baki Davrak als Nejat Aksu
- Patrycia Ziolkowska als Lotte Staub
- Tuncel Kurtiz als Ali Aksu
- Nursel Köse als Yeter Öztürk
- Hanna Schygulla als Susanne Staub
- Erkan Can als Cousin Ufuk
- Nejat İşler als Commissioner
- Güven Kıraç als Security Guard
- Lars Rudolph als Mr. Obermüller
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Verfügbarkeit
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