Frau ohne Gewissen (1944)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Billy Wilder |
|---|---|
| Genre | Krimi, Thriller |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1944-07-06 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 927.262 $ |
| Einspielergebnis | 2.500.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (2.096 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Versicherungsvertreter Walter Neff kommt zu einem Routinebesuch ins Haus der Familie Dietrichson und trifft dort nur die Ehefrau Phyllis an. Sie erkundigt sich, ob man eine Unfallversicherung auch ohne Wissen des Versicherten abschließen könne.
Neff weiß sofort, worauf das hinausläuft, und macht trotzdem mit. Gemeinsam planen sie einen Mord, der wie ein Unfall im Zug aussehen soll — was die doppelte Versicherungssumme auslöst. Dagegen steht Neffs Kollege Barton Keyes, ein Schadensprüfer mit untrüglichem Gespür. Erzählt wird alles rückwärts: Der Film beginnt damit, dass Neff angeschossen ins Büro kommt und sein Geständnis auf Band spricht.
Entstehungsgeschichte
Grundlage ist James M. Cains Kurzroman von 1943, angeregt vom Mordfall Ruth Snyder aus dem Jahr 1927. Nach dem Vorabdruck 1936 stritten mehrere Studios um die Rechte, doch die Zensurbehörde Hays Office lehnte den Stoff zunächst als sittlich bedenklich ab.
Billy Wilder schrieb das Drehbuch mit Raymond Chandler. Die Zusammenarbeit war schwierig: Chandler war neu in Hollywood, verstand die Bezahlung zunächst falsch und tat sich mit den Regeln des Fachs schwer.
Hinter den Kulissen
Gedreht wurde von September bis November 1943.
Mehrere große Namen lehnten die Hauptrolle ab, darunter Alan Ladd, James Cagney und Spencer Tracy; George Raft sagte ab, als er erfuhr, dass seine Figur kein Ermittler ist. Fred MacMurray, bis dahin vor allem aus Komödien bekannt, sträubte sich zunächst und nannte den Film später den besten, den er gemacht habe.
Wilder drehte über fünf Tage eine Hinrichtungsszene in der Gaskammer für 150.000 Dollar und schnitt sie wieder heraus, um stattdessen das Verhältnis zwischen Neff und Keyes zu betonen. Das Hays Office hatte die Szene als unangemessen grausam beanstandet — mit ihrer Streichung fiel der letzte Einwand weg.
Einordnung & Wirkung
Sieben Oscar-Nominierungen brachten keine Auszeichnung; gewonnen hat "Der Weg zum Glück".
1992 wurde der Film in das National Film Registry aufgenommen. Er gilt als eines der Gründungswerke des Film noir — die Rückblendenstruktur, die Erzählstimme aus dem Off und die Figur der berechnenden Frau wurden über Jahrzehnte übernommen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Fred MacMurray als Walter Neff
- Barbara Stanwyck als Phyllis Dietrichson
- Edward G. Robinson als Barton Keyes
- Porter Hall als Mr. Jackson
- Jean Heather als Lola Dietrichson
- Tom Powers als Mr. Dietrichson
- Byron Barr als Nino Zachetti
- Richard Gaines als Edward S. Norton Jr.
- Fortunio Bonanova als Sam Garlopis
- John Philliber als Joe Pete
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Verfügbarkeit
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