Flucht aus L.A. (1996)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | John Carpenter |
|---|---|
| Genre | Action, Thriller, Science Fiction |
| Laufzeit | 97 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1996-08-09 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 50.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 42.277.365 $ |
| TMDB-Bewertung | 5,9 (1.671 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Jahr 2013 ist Los Angeles eine Deportationszone. Wer als unerwünscht gilt, wird dorthin gebracht.
Snake Plissken bekommt eine Wahl gestellt, die keine ist: einen Auftrag übernehmen oder an einem Virus sterben, das man ihm gespritzt hat. Er soll die Fernsteuerung einer Satellitenwaffe zurückholen, die die Präsidententochter Utopia dem Terroristen Cuervo Jones übergeben hat.
Entstehungsgeschichte
Regie führte John Carpenter. Das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Debra Hill und Kurt Russell; Hill und Russell produzierten den Film auch.
Kurt Russell spielt Snake Plissken, Stacy Keach den Commander Malloy, Steve Buscemi den Eddie, Peter Fonda den Pipeline, Georges Corraface den Cuervo Jones, A. J. Langer die Utopia, Cliff Robertson den Präsidenten und Pam Grier die Hershe.
Die Musik stammt von Shirley Walker und John Carpenter, die Kamera von Gary B. Kibbe, den Schnitt besorgte Edward A. Warschilka.
Der Film erschien 1996, dauert 101 Minuten und ist ab 16 Jahren freigegeben. Der deutsche Kinostart war der 31. Oktober 1996.
Hinter den Kulissen
Dass der Hauptdarsteller am Drehbuch mitschrieb und den Film mitproduzierte, ist die auffälligste Konstellation. Kurt Russell verantwortete die Figur in drei Funktionen.
Erzählerisch arbeitet der Film mit einem Handlungsjahr, das aus heutiger Sicht Vergangenheit ist: 2013. Was 1996 als Zukunft entworfen wurde, ist inzwischen überholt — der Film erzählt eine Zukunft, die nicht eingetreten ist.
Die Ausgangslage ist eine Erpressung. Plissken handelt nicht aus Überzeugung, sondern weil man ihm ein Virus gespritzt hat — der Film verweigert seiner Hauptfigur von Beginn an jedes Motiv außer dem eigenen Überleben. Wofür er sich am Ende entscheidet, folgt daraus konsequent.
Die parodistischen Elemente, die die Kritik bemerkte, gehören zu dieser Haltung — der Film nimmt sein Genre nicht durchgehend ernst.
Einordnung & Wirkung
Rotten Tomatoes weist 56 Prozent aus, Metacritic 54 von 100. Beim Publikum ergab CinemaScore ein „B−".
Das Lexikon des internationalen Films kritisierte, unübersehbare parodistische Elemente würden zwischen kostspieligen Äußerlichkeiten und stereotypen Actionmustern erstickt. Die Deutsche Film- und Medienbewertung würdigte dagegen die Inszenierung der Massenszenen und die digitale Technik als überzeugende Aspekte eines furiosen Endzeitfilms.
Der Widerspruch zwischen beiden Urteilen betrifft dieselbe Eigenschaft. Was die eine Seite als erstickte Parodie liest, sieht die andere als gelungene Umsetzung — die Frage ist, ob man dem Film seine Doppelbödigkeit abnimmt oder sie für Unentschiedenheit hält.
Bilder








Besetzung & Stab
- Kurt Russell als Snake Plissken
- Stacy Keach als Malloy
- Steve Buscemi als Eddie
- A. J. Langer als Utopia
- Cliff Robertson als President
- Bruce Campbell als Surgeon General of Beverly Hills
- Pam Grier als Hershe Las Palamas
- Peter Fonda als Pipeline
- Georges Corraface als Cuervo Jones
- Robert Carradine als Skinhead
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