Ferie d'agosto (1996)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Paolo Virzì |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 106 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1996-04-05 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (141 Stimmen) |
Worum es geht
Wie jedes Jahr im August verbringt der Journalist Sandro die Ferien mit Familie und Freunden auf der Insel Ventotene. Die gewohnte Sommerruhe wird jedoch gestört, als sich herausstellt, dass das Nachbarhaus an eine Familie aus einfacheren Verhältnissen vermietet wurde. Deren unverstellte, robuste Art und ihre Wertvorstellungen geraten schnell in Konflikt mit dem intellektuellen, progressiv geprägten Selbstverständnis von Sandros Kreis. Aus der räumlichen Nähe zweier Welten, die sich sonst kaum berühren, entsteht ein Sommer voller Reibung, Missverständnisse und unfreiwilliger Selbsterkenntnis.
Entstehungsgeschichte
„Ferie d'agosto“, im englischsprachigen Raum auch als „August Vacation“ bekannt, entstand 1996 unter der Regie von Paolo Virzì. In den Hauptrollen sind Silvio Orlando, Sabrina Ferilli, Ennio Fantastichini und Laura Morante zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Drama passt zu einem Stoff, der zwei soziale Milieus auf engstem Raum aufeinandertreffen lässt: das Urlaubsidyll als Bühne, auf der sich gesellschaftliche Unterschiede nicht mehr verdrängen lassen. Dass die Handlung an einen einzigen Ort und einen begrenzten Zeitraum gebunden ist, verstärkt die Reibung zwischen den Figuren, statt sie durch Ortswechsel zu entschärfen. Die Besetzung mit vier tragenden Rollen deutet auf ein Ensemble hin, in dem die Gegenüberstellung der beiden Familien im Mittelpunkt steht, nicht eine einzelne Heldenfigur. Die Beschreibung der einen Seite als „intellektuell und progressiv“, der anderen als „unterschichtsnah und grob“ macht deutlich, dass der Film seine Komik aus dem Zusammenstoß von Selbstbildern und Vorurteilen zieht, statt aus reiner Situationskomik.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,8 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite öffentliche Resonanz ablesen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 1996 sind fast drei Jahrzehnte vergangen, was den Film zu einem Zeitdokument einer bestimmten italienischen Gesellschaftskomödie der neunziger Jahre macht. Innerhalb der Mischung aus Komödie und Drama steht er für einen Ansatz, der gesellschaftliche Spannungen über private, familiäre Konstellationen verhandelt, statt sie abstrakt zu diskutieren.
Bilder



Besetzung & Stab
- Silvio Orlando als Sandro Molino
- Sabrina Ferilli als Marisa
- Ennio Fantastichini als Ruggero Mazzalupi
- Laura Morante als Cecilia Sarcoli
- Antonella Ponziani als Francesca
- Piero Natoli als Marcello
- Paola Tiziana Cruciani als Luciana Mazzalupi
- Gigio Alberti als Roberto
- Silvio Vannucci als Mauro Santucci
- Rocco Papaleo als Brigadiere
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Verfügbarkeit
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