Fellinis Roma (1972)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Federico Fellini |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 128 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1972-03-16 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (374 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Rom steht im Mittelpunkt dieses Films, und zwar in zwei Zeitschichten. Die eine ist das Rom der faschistischen Dreißigerjahre, gesehen durch die Erinnerungen der Figur Moraldo, in der sich Fellini selbst spiegelt. Die andere ist die Stadt der Siebzigerjahre.
Eine fortlaufende Handlung im klassischen Sinn gibt es nicht. Der Film setzt sich aus Sequenzen zusammen, die weitgehend eigenständig nebeneinanderstehen. So entsteht ein schonungsloses und zugleich visionäres Porträt, das von autobiografischen Eindrücken getragen wird. Die Stadt erscheint dabei fast wie eine Frau, der sich der Blick mit Zärtlichkeit und zugleich mit Abscheu nähert. Alles wird zum Schauspiel, zum Fest, zum Karussell, und doch ziehen sich Zeichen und Bilder des Todes durch das Geschehen.
Entstehungsgeschichte
Federico Fellini legte den Film 1972 vor. Zu sehen sind unter anderem Peter Gonzales Falcon, Fiona Florence, Pia De Doses und Marne Maitland. Ab 16 Jahren ist der Film freigegeben. In englischsprachigen Ländern kam er als „Fellini's Roma“ heraus.
Hinter den Kulissen
Komödie und Drama verbinden sich hier zu einer Form, die man einen fantastischen Dokumentarfilm nennen könnte. Das Komische zeigt sich im Spektakel und im Festlichen, das Dramatische in der Gegenwart des Todes und im zwiespältigen Verhältnis zur Stadt.
Die episodische Anlage ist das prägende Merkmal. Statt einer durchgehenden Handlung reihen sich Sequenzen aneinander, die jeweils für sich stehen können. Diese Struktur passt zu einem Film, der aus Erinnerung schöpft, denn auch Erinnerungen fügen sich selten zu einer geschlossenen Erzählung. Der Wechsel zwischen den Dreißiger- und den Siebzigerjahren schafft einen Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart der Stadt. Die autobiografische Grundierung und die Figur Moraldo verleihen dem Stadtporträt eine persönliche Perspektive, die über eine reine Bestandsaufnahme hinausgeht.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,3 von 10 Punkten fällt die Bewertung klar positiv aus, getragen von einigen hundert Stimmen. Für einen Film ohne klassische Handlung ist das ein deutliches Urteil.
54 Jahre nach seinem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel dafür, wie sich Stadtporträt, Erinnerung und Fantasie zu einer eigenen Mischform verbinden lassen. Zwischen Komödie und Drama nimmt er eine Sonderstellung ein, weil er die Grenzen zwischen Dokument und Vision bewusst verwischt und eine Stadt als lebendiges, widersprüchliches Wesen zeigt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Peter Gonzales Falcon als Fellini, Age 18
- Fiona Florence als Dolores - Young Prostitute
- Pia De Doses als Princess Domitilla
- Marne Maitland als Underground Guide
- Renato Giovannoli als Cardinal Ottaviani
- Elisa Mainardi als Pharmacist's wife / Cinema spectator
- Norma Giacchero als Reporter Interviewing Fellini
- Stefano Mayore als Fellini as a Child
- Galliano Sbarra als Music Hall Compere
- Anna Magnani als Anna Magnani
Weitere Filme von Federico Fellini
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.