Amarcord (1973)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Federico Fellini |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1973-12-18 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (1.243 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Vom Frühjahr 1932 bis zum Frühjahr 1933 spannt sich der Bogen dieser Erzählung, angesiedelt in einem traumhaft überzeichneten Rimini und dort im alten Ortsteil, den seine Bewohner „borg" nennen. Eine durchgehende Handlung im gewohnten Sinn gibt es kaum. Stattdessen tritt nacheinander hervor, was das Leben des Ortes ausmacht: die Dorffeste, die Aufmärsche des faschistischen Samstags, die Schule, die Herren aus der Stadt, die Ladenbesitzer. Dazu ein blinder Musiker, eine üppige, nicht mehr ganz junge Frau auf Männersuche, ein fliegender Händler, der Dorfnarr, der Advokat, die Frau, die mit allen geht, die Tabakhändlerin mit den ausladenden Formen, die Gymnasiallehrer, Faschisten und Antifaschisten sowie der geheimnisumwitterte Graf von Lovignano. Im Zentrum stehen jedoch die Jugendlichen des Ortes, Heranwachsende in einem übermächtigen sexuellen Aufbruch.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Federico Fellini, der Film stammt aus dem Jahr 1973. In der Besetzung stehen Pupella Maggio, Armando Brancia, Magali Noël und Ciccio Ingrassia. Dass keiner dieser vier Namen die Erzählung allein trägt, passt zu einer Anlage, die das Ensemble über die Einzelfigur stellt: Der Ort ist die Hauptrolle, seine Bewohner treten in Episoden hervor und wieder zurück.
Hinter den Kulissen
Die Zuordnung zu Komödie und Drama beschreibt ein Doppeltes. Der Blick auf die Kleinstadt und die ländliche Gegend ist komisch grundiert, ohne dass die Härten verschwinden, denn der Faschismus gehört hier zum Alltag und nicht zum Hintergrund. Der Surrealismus erklärt, warum die Erinnerung nicht dokumentarisch auftritt, sondern ins Traumhafte kippen darf; auch der Scheich gehört in dieses Register. Erwachsenwerden bündelt schließlich, worauf die Episoden zulaufen.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,9 von 10 steht der Film im oberen Bereich, gestützt auf über tausend abgegebene Stimmen. Das ist kein Massenvotum, sondern ein überschaubares und entsprechend deutlich ausschlagendes Urteil. 53 Jahre trennen das Erscheinungsjahr von der Gegenwart; ein Werk, das selbst eine Erinnerung erzählt, hat inzwischen historischen Abstand gewonnen. Innerhalb der Komödie bleibt es ein Sonderfall, weil es die Wirkung aus der Fülle der Figuren zieht statt aus einer Pointe.
Bilder








Besetzung & Stab
- Pupella Maggio als Miranda Biondi
- Armando Brancia als Aurelio Biondi
- Magali Noël als Gradisca
- Ciccio Ingrassia als Teo, Titta's Uncle
- Nando Orfei als Patacca, Titta's Uncle
- Luigi Rossi als Lawyer
- Bruno Zanin als Titta Biondi
- Gianfilippo Carcano als Don Baravelli
- Josiane Tanzilli als Volpina
- Maria Antonietta Beluzzi als Tobacconist
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Verfügbarkeit
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