Faust - Eine deutsche Volkssage (1926)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | F. W. Murnau |
|---|---|
| Genre | Fantasy, Drama, Horror |
| Laufzeit | 116 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1926-10-13 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (412 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Mephisto quält die Menschheit mit Krieg, Pest und Hunger und betrachtet die Erde längst als sein Eigentum. Da nennt ihm der Erzengel Gabriel einen Namen: Faust, ein alter Gelehrter und gerechter Mann, dessen ganzes Leben beweist, dass die Welt dem Bösen nicht völlig verfallen ist. Mephisto verspricht, die Seele dieses Mannes von Gott abzubringen. Gelingt ihm das, so die Zusage des Erzengels, soll die Erde ihm gehören.
In Fausts Dorf wütet die Pest. Verzweifelt findet er ein Zauberbuch, mit dem sich der Teufel beschwören lässt, und schließt mit ihm einen Pakt für 24 Stunden, um die Kranken zu retten. Doch die Dorfbewohner durchschauen ihn und wollen ihn steinigen. Dem Selbstmord nahe, nimmt Faust ein neues Angebot Mephistos an: die Rückkehr seiner Jugend im Tausch gegen seine Seele. Was aus diesem Handel folgt, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Regie führte F. W. Murnau, der Film stammt aus dem Jahr 1926. Gösta Ekman, Emil Jannings, Camilla Horn und Frida Richard gehören zur Besetzung. Ab 6 Jahren ist der Film freigegeben, eine niedrige Schwelle für einen Stoff, in dem Horror ausdrücklich mitschwingt.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet Fantasy, Drama und Horror. Die Fantasy ergibt sich aus dem Personal: ein Erzengel, der Teufel, ein Zauberbuch. Das Drama liegt im Schicksal eines Mannes, der Gutes tun will und dafür einen fatalen Preis zahlt. Der Horror schließlich erwächst aus Pest, Verzweiflung und der Macht des Bösen.
Im Zentrum stehen große Motive: der Pakt mit dem Teufel, der Verkauf der Seele, die Sehnsucht nach ewiger Jugend und die Liebe. Durch die Wette zwischen Mephisto und dem Erzengel betrifft Fausts Entscheidung das Schicksal der ganzen Erde.
Bemerkenswert ist, wie der erste Pakt motiviert wird. Faust handelt nicht aus Eitelkeit, sondern aus Mitleid mit den Kranken. Erst die Ablehnung durch die Dorfbewohner treibt ihn in den zweiten, weitreichenderen Handel.
Einordnung & Wirkung
Durchschnittlich 7,9 von 10 Punkten zeigen eine sehr hohe Wertschätzung, getragen von einigen hundert Stimmen. Genau 100 Jahre nach dem Erscheinen spricht diese Wertung für einen Film, der auch sein heutiges Publikum noch erreicht. Im fantastischen Film steht er für die Verbindung von Glaubensfrage und Schauerstoff.
Bilder








Besetzung & Stab
- Gösta Ekman als Faust
- Emil Jannings als Mephisto
- Camilla Horn als Gretchen Marguerite
- Frida Richard als Gretchens's Mother
- William Dieterle als Valentin
- Werner Fuetterer als Erzengel
- Yvette Guilbert als Marthe Schwerdtlein
- Eric Barclay als Duke of Parma
- Hanna Ralph als Duchess of Parma
- Hans Brausewetter als Farmboy (uncredited)
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