Faust (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alexander Nikolajewitsch Sokurow |
|---|---|
| Genre | Fantasy, Drama |
| Laufzeit | 134 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-10-26 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 14.400.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,6 (213 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein Gelehrter namens Faust bewegt sich durch eine Welt, die von Mangel, Körperlichkeit und Verfall geprägt ist. Ihm begegnet ein Wucherer, eine Figur, die dem klassischen Mephisto entspricht, und mit dieser Begegnung nimmt eine Geschichte über Verlangen, Schuld und einen Pakt ihren Lauf. Im Zentrum steht auch Gretchen, deren Schicksal eng mit Fausts Entscheidungen verknüpft ist. Der Film folgt dabei nicht einer aufgeräumten Erzählung, sondern einer dichten, oft verstörenden Bildsprache, die den bekannten Stoff in eine ungewohnte Form bringt. Wie die Geschichte endet, bleibt hier unerwähnt.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Alexander Nikolajewitsch Sokurow bei diesem 2011 entstandenen Film, der als Fantasy-Drama angelegt ist. In den Hauptrollen sind Johannes Zeiler, Anton Adassinsky, Isolda Dychauk-Ott und Georg Friedrich zu sehen. Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Fantasy und Drama passt zu einem Stoff, der von jeher zwischen Realem und Übersinnlichem changiert: der Pakt mit einer teuflischen Figur, das Ringen um Seele und Erkenntnis. Dass die Besetzung deutsche, österreichische und russische Schauspieler vereint, deutet auf eine Herangehensweise hin, die den Mythos nicht regional verortet, sondern als übergreifenden, fast zeitlosen Stoff behandelt. Die Anlage der Geschichte als radikale Interpretation eines bekannten Klassikers legt nahe, dass hier weniger die originalgetreue Nacherzählung als die Verdichtung von Motiven wie Körperlichkeit, Gier und Verführung im Vordergrund steht.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film in einem mittleren Bereich, der auf ein Publikum mit geteilten Eindrücken schließen lässt – nachvollziehbar bei einem Stoff, der bewusst auf Sperrigkeit statt Zugänglichkeit setzt. Seit dem Erscheinen sind inzwischen 14 Jahre vergangen, ohne dass sich an der grundsätzlichen Einordnung als eigenwillige, bildstarke Auseinandersetzung mit einem der bekanntesten Stoffe der deutschsprachigen Literatur etwas geändert hätte. Innerhalb des Fantasy-Drama-Genres nimmt er durch seine explizite Verbindung zu Goethes Werk eine besondere Stellung ein, die ihn von gängigeren Genrebeiträgen unterscheidet.
Bilder








Besetzung & Stab
- Johannes Zeiler als Heinrich Faust
- Anton Adasinsky als Moneylender
- Isolda Dychauk-Ott als Margarete
- Georg Friedrich als Wagner
- Hanna Schygulla als Moneylender's Wife
- Florian Brückner als Valentin
- Antje Lewald als Margarete's Mother
- Maxim Mehmet als Valentins Freund
- Oliver Bootz als Valentins Freund
- Andreas Schmidt als Valentins Freund
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Verfügbarkeit
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