Engel der Verlorenen (1948)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Akira Kurosawa |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 98 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1948-04-27 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (320 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Mitten in der Nacht wird ein Arzt zu einem jungen Gangster gerufen, der sich an der Hand verletzt hat. Die Wunde ist schnell versorgt, doch dem Mediziner fällt etwas anderes auf: Der junge Mann leidet an Tuberkulose, und diese Krankheit wiegt weit schwerer als die Verletzung, derentwegen man ihn geholt hat. Der Arzt selbst ist alles andere als ein Vorbild, er trinkt, und trotzdem lässt ihn der Fall nicht mehr los.
Er versucht, den Patienten zu behandeln, stößt aber auf offene Ablehnung. Der Gangster will von der Diagnose nichts wissen, es kommt zu Streit und sogar zu Drohungen. Dennoch entsteht zwischen den beiden Männern, die kaum etwas verbindet, eine eigenwillige Freundschaft. Ihr ständiges Hin und Her spielt sich in der japanischen Unterwelt ab, einem Milieu, in dem Gewalt zum Alltag gehört. Wohin diese Verbindung führt, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Akira Kurosawa inszenierte das Drama, das 1948 erschien und dessen englischer Titel „Drunken Angel“ lautet. Vor der Kamera stehen Takashi Shimura und Toshirō Mifune, ergänzt um 山本礼三郎 und 木暮実千代. Beide Titel, der deutsche wie der englische, lassen sich auf den trinkenden Arzt beziehen, der ausgerechnet in einer verrohten Umgebung so etwas wie Fürsorge verkörpert. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Der Film bleibt ganz beim Drama und verzichtet auf eine zweite Genrefarbe. Das passt zu einer Geschichte, deren Spannung nicht aus äußeren Ereignissen, sondern aus dem Verhältnis zweier Figuren entsteht. Ein Arzt, der selbst nicht von der Flasche lassen kann, mahnt einen anderen zur Vernunft: In diesem Widerspruch liegt der Kern der Anlage.
Auffällig ist auch die Verschiebung vom Sichtbaren zum Verborgenen. Die Handverletzung ist der Anlass, die Tuberkulose die eigentliche Bedrohung. Ähnlich funktioniert das Milieu, in dem nach außen Härte zählt, während die Schwäche des Körpers verdrängt wird. Die Freundschaft wächst gegen Widerstände, nicht mit ihrer Hilfe.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,6 von 10 Punkten steht der Film bei seinem Publikum hoch im Kurs. Die Basis dafür bilden einige hundert Stimmen, genug für ein belastbares Bild, auch wenn die Zahl nicht groß ist.
78 Jahre nach dem Erscheinen findet das Drama damit weiterhin Zuschauer, die es aufmerksam bewerten. Innerhalb des Genres gehört es zu den Werken, die ein Zwei-Personen-Verhältnis in den Mittelpunkt stellen und daraus eine Studie über Verantwortung, Stolz und Selbstzerstörung formen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Takashi Shimura als Sanada
- Toshirō Mifune als Matsunaga
- Reizaburo Yamamoto als Okada
- Michiyo Kogure als Nanae
- Chieko Nakakita als Miyo
- Noriko Sengoku als Gin
- Shizuko Kasagi als Singer
- Eitarō Shindō als Takahama
- Masao Shimizu als Oyabun
- Taiji Tonoyama als Shop Proprietor
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Verfügbarkeit
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