Ein Herz im Winter (1992)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Claude Sautet |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 100 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1992-09-02 |
| Einspielergebnis | 1.666.511 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (234 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Maxime und Stéphane arbeiten in einer Geigenwerkstatt, verbunden durch eine lange Freundschaft, die auf gegenseitigem Vertrauen zu ruhen scheint. Maxime, ein Geigenhändler, führt sein Leben tatkräftig und ohne viele Skrupel, während Stéphane, der Geigenbauer, sich zurückgezogen hat und in einer inneren Kälte lebt, deren Ursprung im Unklaren bleibt. Als Maxime sich in die junge Geigerin Camille verliebt, entsteht zwischen den drei Figuren ein Geflecht aus Nähe und Distanz. Stéphanes zurückhaltendes Wesen reizt Camille und weckt ihre Neugier zugleich. Fast gegen seinen Willen lässt er sich auf ein Spiel der Verführung ein, das er zunächst zu steuern glaubt, über das er aber die Kontrolle verliert, sobald Camille ihn mit echten Gefühlen konfrontiert. Der Tod des geschätzten Geigenbaumeisters holt Stéphane schließlich schmerzhaft zurück ins Leben.
Entstehungsgeschichte
Der französische Spielfilm entstand 1992 unter der Regie von Claude Sautet. Die Hauptrollen übernahmen Daniel Auteuil, Emmanuelle Béart, André Dussollier und Élisabeth Bourgine. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Als Drama mit Liebesfilm-Elementen setzt der Titel weniger auf äußere Handlung als auf die Dynamik zwischen den Figuren. Das Milieu der Geigenwerkstatt liefert dabei einen ruhigen, handwerklich geprägten Rahmen, in dem sich die emotionale Zurückhaltung Stéphanes umso deutlicher abzeichnet. Die Konstellation aus zwei befreundeten Männern und einer Frau, die zwischen ihnen steht, erlaubt es, Anziehung, Kontrolle und Verlust der Kontrolle als schleichenden Prozess zu erzählen statt als plötzliches Ereignis. Dass der Ausgang der Geschichte über weite Strecken offen bleibt, verstärkt den Eindruck eines Films, der psychologische Nuancen über klare Wendepunkte stellt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer im vierstelligen Bereich unteren, eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Titel im soliden oberen Mittelfeld seines Genres. Seit der Entstehung 1992 sind über drei Jahrzehnte vergangen, was den Film in eine Zeit stellt, in der leise erzählte Beziehungsdramen einen festen Platz im französischen Kino hatten. Innerhalb der Kombination aus Drama und Liebesfilm zeigt sich der Titel als Beispiel für eine Erzählweise, die auf Zurückhaltung statt auf große Gesten setzt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Daniel Auteuil als Stéphane
- Emmanuelle Béart als Camille
- André Dussollier als Maxime
- Élisabeth Bourgine als Hélène
- Brigitte Catillon als Régine
- Maurice Garrel als Lachaume
- Myriam Boyer als Madame Amet
- Stanislas Carré de Malberg als Brice
- Jean-Luc Bideau als Ostende
- Jean-Claude Bouillaud als le patron de la brasserie
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Verfügbarkeit
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