Dodeskaden - Menschen im Abseits (1970)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Akira Kurosawa |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 140 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-10-31 |
| TMDB-Bewertung | 7,1 (162 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Am Rand von Tokio liegt eine Siedlung aus notdürftigen Behausungen, in der mehrere Menschen ihren eigenen Alltag zwischen Entbehrung und Hoffnung bestehen. Ein Junge, der geistig zurückgeblieben ist, lebt ganz in seiner Vorstellung, jeden Tag eine Straßenbahn zu führen, und zieht imaginär seine Route durch die Gassen. Ein obdachloser Vater und sein Sohn malen sich in Gedanken das Haus aus, das sie sich wünschen, ohne es je besitzen zu können. Eine junge Frau leidet unter dem Missbrauch durch ihren Onkel. Die einzelnen Geschichten laufen nebeneinander, ohne sich zu einer geschlossenen Handlung zu verdichten, und zeigen stattdessen, wie unterschiedlich Menschen unter ähnlich harten Umständen einen Grund finden, weiterzumachen.
Entstehungsgeschichte
Dodeskaden entstand 1970 unter der Regie von Akira Kurosawa und ist als Spielfilm angelegt. Zur Besetzung gehören 頭師佳孝, Kin Sugai, Toshiyuki Tonomura und 三波伸介. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Als reines Drama verzichtet der Film auf äußere Spannungsbögen und setzt stattdessen auf die Aneinanderreihung einzelner Lebensausschnitte. Diese episodische Struktur erlaubt es, mehrere soziale Realitäten gleichzeitig zu zeigen, ohne sie gegeneinander auszuspielen oder eine Figur zur Hauptfigur zu erklären. Dass ein geistig beeinträchtigter Junge und ein missbrauchtes Mädchen nebeneinander auftreten, macht deutlich, dass es dem Film nicht um eine einzelne Notlage geht, sondern um ein Panorama von Verwundbarkeit. Die Kombination aus kindlicher Fantasie, familiärer Sehnsucht und häuslicher Gewalt spannt einen Bogen, der Armut nicht als einheitliches Schicksal, sondern als Sammlung sehr unterschiedlicher persönlicher Wirklichkeiten begreift.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,1 bei einer noch schmalen Bewertungsbasis lässt sich der Film als solide, aber nicht breit diskutiertes Werk innerhalb des Dramagenres einordnen. Seit der Entstehung 1970 sind mehr als fünfzig Jahre vergangen, was den Film deutlich von aktuellen Produktionen abhebt und ihn in eine andere filmische Zeitrechnung stellt. Innerhalb des Dramas nimmt er durch seine episodische, auf mehrere Randfiguren verteilte Erzählweise eine Position ein, die sich von linear erzählten Einzelschicksalen unterscheidet und stattdessen ein kollektives Bild menschlicher Widerstandsfähigkeit unter widrigen Bedingungen entwirft.
Bilder








Besetzung & Stab
- Yoshitaka Zushi als Roku-Chan
- Kin Sugai als Okuni
- Toshiyuki Tonomura als Taro Sawagami
- Shinsuke Minami als Ryotaro Sawagami
- Yūko Kusunoki als Misao Sawagami
- Junzaburō Ban als Yukichi Shima
- Kiyoko Tange als Mrs. Shima
- Michio Hino als Mr. Ikawa
- Keiji Furuyama als Mr. Matsui
- Tappei Shimokawa als Mr. Nomoto
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Verfügbarkeit
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