Die Teuflischen (1955)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Henri-Georges Clouzot |
|---|---|
| Genre | Thriller, Mystery |
| Laufzeit | 107 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1955-01-29 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (1.134 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Michel Delasalle unterrichtet an einer Privatschule und ist ein ekelhaft sadistischer Mensch. Seine herzkranke Frau Christina, die dem Lehrerkollegium ebenfalls angehört, demütigt er wiederholt vor der versammelten Lehrerschaft. Aus seiner Affäre mit Christinas Kollegin Nicole macht er dabei nicht einmal ein Geheimnis. Ausgerechnet diese Geliebte ist es, die Christina vorschlägt, den Ehemann umzubringen. Der Plan gelingt: Die beiden Frauen töten Michel und werfen die Leiche in einen Swimmingpool, damit der Mord wie ein Unfall aussieht. Als der Pool geleert wird, ist der Tote spurlos verschwunden.
Entstehungsgeschichte
Der Film erhielt 1955 seine Fassung unter Henri-Georges Clouzot, der hier die Regie übernahm. Véra Clouzot, Simone Signoret, Paul Meurisse und Charles Vanel tragen die Handlung. Freigegeben ist der Film ab 16 Jahren, was zu einem Stoff passt, der Demütigung, Mord und Leichenhalle nicht ausspart.
Hinter den Kulissen
Zwei Genres prägen den Film, Thriller und Mystery, und ihr Verhältnis erklärt die Bauweise der Geschichte. Der Thriller-Anteil liegt in der Tat selbst, in Vorbereitung und Ausführung; der Mystery-Anteil beginnt genau dort, wo die Tat abgeschlossen sein müsste und stattdessen unerklärlich weiterwirkt. Die Bausteine dieser Anlage sind nüchtern: Ehefrau und Geliebte als ungewöhnliches Bündnis, Lehrer als Milieu, Schwimmbad und Leichenhalle als Schauplätze, dazu der schiefgelaufene Plan als Motor. Bemerkenswert ist, dass die Erzählung ihre beiden Täterinnen nicht als Gegnerinnen anlegt, sondern als Verbündete gegen denselben Mann.
Einordnung & Wirkung
7,9 von 10 Punkten bei über tausend abgegebenen Stimmen ergeben ein klar zustimmendes Bild. Die Zahl der Stimmen ist nicht groß genug, um von einem Massenpublikum zu sprechen, aber groß genug, dass der Wert nicht auf wenigen Einzelmeinungen ruht. 71 Jahre nach dem Erscheinungsjahr steht der Film im Genrefeld dort, wo Spannung weniger aus Tempo als aus Ungewissheit entsteht — eine Anlage, die vom Abstand der Jahre vergleichsweise wenig berührt wird. Dass die Freigabe bei 16 Jahren liegt, verweist weniger auf Drastik als auf die Kälte, mit der hier über einen Menschen verfügt wird.
Bilder








Besetzung & Stab
- Véra Clouzot als Christina Delassalle
- Simone Signoret als Nicole Horner
- Paul Meurisse als Michel Delassalle
- Charles Vanel als Police Inspector Alfred Fichet
- Jean Brochard als Plantiveau
- Pierre Larquey als Mr. Drain
- Michel Serrault als Mr. Raymond
- Yves-Marie Maurin als Moinet
- Georges Poujouly als Soudieu
- Thérèse Dorny als Mrs. Herboux
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Verfügbarkeit
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