Die Wahrheit (1960)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Henri-Georges Clouzot |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 124 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1960-11-02 |
| Altersfreigabe | FSK 18 |
| Budget | 1.500.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (212 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Vor Gericht steht Dominique Marceau, angeklagt, ihren Liebhaber, den Musikstudenten Gilbert, getötet zu haben. Doch schon während der Verhandlung wird deutlich, dass es dem Staatsanwalt weniger um die Tat selbst geht als um Dominiques Lebenswandel, den er als unmoralisch brandmarkt. Zeugenaussagen zeichnen das Bild einer jungen Frau, die aus der Provinz nach Paris kam, auf der Suche nach einem anderen Leben und nach Männern, die ihr dieses Leben zu bieten schienen. Ihr Verteidiger Guérin versucht, dieses Bild zu korrigieren und dem Gericht eine andere Dominique zu zeigen, als sie die Anklage entwirft. Ob ihm das gelingt, bleibt in der Schwebe.
Entstehungsgeschichte
"Die Wahrheit" entstand 1960 unter der Regie von Henri-Georges Clouzot. In den Hauptrollen sind Brigitte Bardot als Dominique Marceau, Sami Frey als Gilbert sowie Charles Vanel und Louis Seigner zu sehen. Der Film ist ab 18 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Gerichtsdrama und Liebesfilm legt eine Erzählweise nahe, die zwischen zwei Zeitebenen wechselt: der Verhandlung im Gerichtssaal und den Rückblenden auf die Beziehung zwischen Dominique und Gilbert. Dass die Geschichte über Zeugenaussagen aufgebaut ist, macht deutlich, dass es hier weniger um objektive Fakten als um widersprüchliche Deutungen einer Person geht. Die Anlage der Handlung, in der ein Gericht über den Lebenswandel einer Frau richtet statt allein über eine Tat, verweist auf eine gesellschaftliche Spannung zwischen individueller Freiheit und moralischer Erwartung, die den Kern des Films bildet.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,6 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zählt "Die Wahrheit" zu den solide bewerteten, aber nicht breit diskutierten Werken seines Genres. Seit der Entstehung des Films sind mittlerweile 65 Jahre vergangen, was ihn deutlich in die Frühzeit des modernen europäischen Gerichtsdramas verortet. Innerhalb der Verbindung von Drama und Liebesfilm nimmt er eine Position ein, die gesellschaftliche Urteile über eine Frauenfigur stärker in den Vordergrund rückt als reine Romantik.
Bilder








Besetzung & Stab
- Brigitte Bardot als Dominique Marceau
- Sami Frey als Gilbert Tellier
- Charles Vanel als Maître Guérin
- Louis Seigner als Le président des assises
- Paul Meurisse als Maître Éparvier
- Marie-José Nat als Annie Marceau
- Jean-Loup Reynold als Michel
- André Oumansky als Ludovic
- Claude Berri als Georges
- Jacques Perrin als Jérôme
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Verfügbarkeit
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