Die rote Wüste (1964)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Michelangelo Antonioni |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 117 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1964-09-04 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (516 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Feuerspeiende Schlote, das graue Einerlei der Industrie, streikende Arbeiter im Regen vor einer Fabrik: Mit diesen Bildern beginnt der erste Farbfilm von Michelangelo Antonioni. Im Mittelpunkt steht die Ehefrau eines Ingenieurs, die nach einem Autounfall an neurotischen Angstzuständen leidet. Sie entfernt sich von ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn, und die Industriewelt um sie herum vermittelt ihr nichts als Bedrohung. Schließlich lässt sie sich auf eine Affäre mit einem Kollegen ihres Mannes ein. Doch auch diese Beziehung bietet keine Zuflucht vor den Ängsten, die sie verfolgen.
Entstehungsgeschichte
Der Film erschien 1964. Michelangelo Antonioni führte Regie, Monica Vitti und Richard Harris tragen die Geschichte, ergänzt um Carlo Chionetti und Xenia Valderi. Es ist Antonionis erster Film in Farbe.
Hinter den Kulissen
Der Film ist ein reines Drama. Die Anlage der Geschichte ist entsprechend konzentriert: eine Frau, ihre Angst, eine Umgebung, die diese Angst spiegelt. Die Industrielandschaft erscheint nicht als Kulisse, sondern als Stimmung, die die Figur bedrängt. Schlote, Grau und Regen sind die ersten Eindrücke, noch bevor eine Person auftritt.
Der Hinweis auf den ersten Farbfilm des Regisseurs legt nahe, dass Farbe hier nicht Schmuck ist, sondern Ausdrucksmittel. Der Titel spricht von einer roten Wüste, während die Geschichte von grauer Tristesse erzählt; dieser Gegensatz deutet darauf hin, dass Farbwahrnehmung und Seelenzustand miteinander verknüpft werden. Die Affäre führt nicht aus der Krise heraus, was den Film von Dramen unterscheidet, die eine Beziehung als Lösung anbieten.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,3 von 10 erreicht der Film eine der höheren Durchschnittsbewertungen im Vergleich, wobei einige hundert Stimmen eine überschaubare Basis bilden. Seit 1964 sind 62 Jahre vergangen, ein Abstand, der ihn eindeutig als historischen Film ausweist. Im Genre des Dramas steht er für eine Erzählweise, die innere Zustände über Landschaft und Umgebung sichtbar macht statt über Handlung.
Bilder








Besetzung & Stab
- Monica Vitti als Giuliana
- Richard Harris als Corrado Zeller
- Carlo Chionetti als Ugo
- Xenia Valderi als Linda
- Rita Renoir als Emilia
- Lili Rheims als Telescope Operator's Wife
- Aldo Grotti als Max
- Valerio Bartoleschi als Valerio
- Emanuela Pala Carboni als Girl in Fable
- Giuliano Missirini als Radio Telescope Operator
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Verfügbarkeit
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