Die Offizierskammer (2001)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | François Dupeyron |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 135 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2001-09-26 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7 (101 Stimmen) |
Worum es geht
Anfang August 1914 reitet Adrien, ein junger Leutnant und Ingenieur, zu einem Erkundungsritt aus. Eine Granate explodiert in seiner Nähe und reißt ihm den unteren Teil des Gesichts weg. Statt an der Front verbringt er die folgenden Jahre im Militärhospital Val-de-Grâce in Paris, in der Offizierskammer – einem eigenen Raum für Offiziere mit schweren Gesichtsverletzungen. Dort begegnen sich Männer, die einander im jeweils anderen ihr eigenes Leid gespiegelt sehen. Über fünf Jahre entstehen zwischen ihnen Freundschaften, die aus der gemeinsamen Ausnahmesituation erwachsen. Diese Zeit ist zugleich eine Art Wiederaufbau: die Vorbereitung darauf, mit einem entstellten Gesicht in ein Leben danach zurückzukehren.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand im Jahr 2001 unter der Regie von François Dupeyron. In den zentralen Rollen sind Éric Caravaca, Denis Podalydès, Grégori Derangère und Sabine Azéma zu sehen. Freigegeben ist das Werk ab 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Liebesfilm und Kriegsfilm verschiebt den Blick vom Schlachtfeld weg auf einen geschlossenen Innenraum: ein Krankenzimmer als Ort, an dem der Krieg nicht in Kämpfen, sondern in seinen Folgen erlebt wird. Dass die Handlung sich über fünf Jahre in einer einzigen Kammer entfaltet, deutet auf eine Erzählweise, die Zeit als Prozess der Anpassung begreift statt als Abfolge äußerer Ereignisse. Die Konzentration auf wenige Figuren und ihre Beziehungen zueinander verweist auf ein kammerspielartiges Drama, in dem Nähe und Abhängigkeit unter Leidensgenossen im Zentrum stehen, nicht die militärische Handlung selbst. Die Genrebezeichnung Liebesfilm legt nahe, dass neben den Männerfreundschaften auch eine emotionale Beziehung eine Rolle spielt, die sich mit der Frage nach einem Leben nach der Verstümmelung verknüpft.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeichnet sich ein grundsätzlich positives, aber zahlenmäßig begrenztes Echo ab. Seit der Entstehung des Films sind über zwei Jahrzehnte vergangen, was ihn zeitlich deutlich vom aktuellen Kriegsfilmschaffen trennt. Innerhalb des Genres nimmt er durch die Verlagerung des Kriegsgeschehens auf die körperlichen und seelischen Nachwirkungen eine Position ein, die sich von actionorientierten Kriegsdarstellungen unterscheidet und stattdessen die langfristige Auseinandersetzung mit Versehrtheit und Identität in den Vordergrund stellt.
Bilder






Besetzung & Stab
- Éric Caravaca als Adrien
- Denis Podalydès als Henri
- Grégori Derangère als Pierre
- Sabine Azéma als Anaïs
- André Dussollier als le chirurgien
- Isabelle Renauld als Marguerite
- Géraldine Pailhas als Clémence
- Jean-Michel Portal als Alain
- Guy Tréjan als le ministre
- Xavier de Guillebon als Louis
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Verfügbarkeit
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