Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran (2003)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | François Dupeyron |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 91 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2003-09-17 |
| Einspielergebnis | 11.576.431 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (172 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ende der 1950er Jahre wächst Momo im jüdischen Viertel von Paris auf, allein zuständig für den Haushalt, während sein Vater in Depressionen versinkt. Die Mutter hat die Familie verlassen, und der ernste Junge sucht seine einzige Abwechslung bei den Prostituierten der Straße. Als der Vater sich das Leben nimmt, steht Momo plötzlich völlig allein da. Halt findet er einzig bei Monsieur Ibrahim, dem Lebensmittelhändler aus der Rue Bleue. Doch nichts ist so, wie es zunächst wirkt: Die Rue Bleue ist nicht blau, Monsieur Ibrahim kein Araber, und das Leben, das sich zwischen den beiden entspinnt, verweigert sich der einfachen Traurigkeit.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 2003 unter der Regie von François Dupeyron. In den Hauptrollen sind Omar Sharif als Monsieur Ibrahim und Pierre Boulanger als Momo zu sehen, unterstützt von Gilbert Melki und Isabelle Renauld. Es handelt sich um ein Drama.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte ist als reines Zweiergespann angelegt: ein Junge ohne familiären Rückhalt und ein älterer Mann, der ihm Gesellschaft leistet, ohne selbst dem erwarteten Bild zu entsprechen. Schon die Inhaltsangabe spielt bewusst mit Erwartungen, die sich als falsch erweisen, und deutet damit an, dass der Film Klischees über Herkunft und Religion gezielt unterläuft. Die Rahmenzeit im Paris der späten 50er Jahre setzt das Geschehen in eine Nachkriegswelt, in der Armut, Einsamkeit und religiöse Zugehörigkeit den Alltag prägen. Als reines Drama verzichtet der Stoff auf äußere Spannungsmomente und konzentriert sich auf die innere Entwicklung der beiden Figuren, auf eine Freundschaft, die aus Mangel und Zufall entsteht statt aus Ähnlichkeit.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer noch überschaubaren Zahl an Stimmen bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld für Dramen dieser Art, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen ließe. Seit dem Erscheinungsjahr 2003 sind mittlerweile über zwei Jahrzehnte vergangen, was den Film klar als Werk seiner Entstehungszeit einordnet, dessen Bewertungsgrundlage sich seither offenbar nur langsam erweitert hat. Innerhalb des Dramengenres steht er für eine leise, figurenzentrierte Erzählweise ohne große Gesten.
Bilder




Besetzung & Stab
- Omar Sharif als Monsieur Ibrahim
- Pierre Boulanger als Momo
- Gilbert Melki als Momo's Father
- Isabelle Renauld als Momo's Mother
- Lola Naymark als Myriam
- Anne Suarez als Sylvie
- Mata Gabin als Fatou
- Céline Samie als Eva
- Isabelle Adjani als The Star
- Guillaume Gallienne als The Car Salesman
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Verfügbarkeit
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