Die letzten Glühwürmchen (1988)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | 高畑勲 |
|---|---|
| Genre | Animation, Drama, Kriegsfilm |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1988-04-16 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 3.700.000 $ |
| Einspielergebnis | 842.132 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,5 (6.812 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Der Film beginnt mit seinem Ende: Ein Junge stirbt im September 1945 in einem Bahnhof in Kōbe, und niemand sieht hin. Von dort erzählt er zurück.
Seita ist vierzehn, seine Schwester Setsuko vier. Bei einem Brandbombenangriff verlieren sie ihre Mutter; der Vater dient bei der Marine und antwortet nicht. Die beiden kommen bei einer Tante unter, die sie zunehmend als Last behandelt, und ziehen schließlich in einen verlassenen Luftschutzstollen. Was folgt, ist kein Überlebenskampf, sondern das langsame Verhungern zweier Kinder.
Entstehungsgeschichte
Grundlage ist Akiyuki Nosakas Erzählung von 1967, die halbautobiografisch ist: Nosaka verlor im Krieg seine Pflegeeltern, und seine kleine Schwester starb an Unterernährung. Er hat die Geschichte als Entschuldigung an sie bezeichnet.
Nosaka hatte Realverfilmungen abgelehnt — die verbrannte Erde lasse sich anders nicht darstellen. Isao Takahata übernahm den Stoff als seine erste Arbeit für Studio Ghibli. Der Film entstand zeitgleich mit "Mein Nachbar Totoro" und wurde mit ihm als Doppelprogramm gezeigt.
Hinter den Kulissen
Takahata ließ die Konturen braun statt schwarz zeichnen, um die Härte des Strichs zu nehmen. Die Animatorin Michiyo Yasuda hat bestätigt, dass dieses Verfahren zuvor in keinem Anime angewandt worden war.
Die Zeit war knapp; Teile des Films waren zur Premiere noch nicht fertig und wurden erst für spätere Vorführungen vollendet. Die Darstellung der Bombennächte, der Verletzungen und der Verwesung ist ungewöhnlich genau — der Film verzichtet auf jede Beschönigung.
Einordnung & Wirkung
Der Film liegt bei hundert Prozent zustimmender Besprechungen. Roger Ebert nannte ihn einen der besten und stärksten Kriegsfilme überhaupt.
Takahata selbst hat der gängigen Einordnung widersprochen: Es sei ausdrücklich kein Antikriegsfilm und enthalte keine solche Botschaft. Ihm sei es um etwas anderes gegangen — um zwei Kinder, die sich von der Gemeinschaft abwenden, und um das Mitgefühl für Jugendliche, die sich isolieren. Diese Lesart wird in Japan seit Jahrzehnten diskutiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tsutomu Tatsumi als Seita (voice)
- Ayano Shiraishi als Setsuko (voice)
- Yoshiko Shinohara als Mother (voice)
- Akemi Yamaguchi als Auntie (voice)
- Masayo Sakai als Woman who takes care of Setsuko (voice)
- Kozo Hashida als Obayashi Chairman (voice)
- Kazumi Nozaki als Cousin (voice)
- Yoshio Matsuoka als Gosaku (voice)
- Masahiro Kanetake als Aunt's House Guest (voice)
- Kiyoshi Yanagawa als Patrolman (voice)
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Verfügbarkeit
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