Die Legende der Prinzessin Kaguya (2013)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | 高畑勲 |
|---|---|
| Genre | Animation, Drama, Fantasy |
| Laufzeit | 137 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2013-11-23 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 49.300.000 $ |
| Einspielergebnis | 24.366.656 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (2.047 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein armer Bambussammler findet in einem leuchtenden Bambus eine winzige Frau. Sie wächst rasch zu einem Mädchen heran, das die Dorfkinder „Takenoko" nennen — Bambussprössling.
Als der Vater in anderen Bambusstauden Gold findet, zieht die Familie in die Stadt. Dort wird das Mädchen zur Prinzessin Kaguya erzogen. Verehrer kommen in großer Zahl, doch Kaguya lehnt alle Heiratsanträge ab. Schließlich erkennt sie ihre Herkunft: Sie stammt vom Mond, und Mondwesen holen sie ab.
Entstehungsgeschichte
Vorlage ist die klassische japanische Erzählung „Taketori Monogatari".
Regie führte Isao Takahata, das Drehbuch schrieb er gemeinsam mit Riko Sakaguchi. Produziert wurde der Film bei Studio Ghibli von Toshio Suzuki und Yoshiaki Nishimura. Nach Aussage Nishimuras wurde acht Jahre an dem Film gearbeitet.
Die Musik stammt von Joe Hisaishi, den Abspanntitel „Inochi no Kioku" singt Kazumi Nikaido.
Im japanischen Original spricht Aki Asakura die Prinzessin Kaguya, Takeo Chii und Yūji Miyake sprechen den Bambussammler, Kengo Kōra den Sutemaru. In der deutschen Fassung sprechen Sarah Alles die Kaguya, Uli Krohm den Bambussammler und Nico Sablik den Sutemaru.
In Japan lief der Film am 23. November 2013 an, in Deutschland am 20. November 2014.
Hinter den Kulissen
Bemerkenswert ist, was der Film aus der Vorlage macht. Der Aufstieg der Familie vom Bambuswald in die Stadt ist kein Glücksfall, sondern der Beginn einer Einschnürung: Das Gold, das der Vater findet, ermöglicht die Erziehung zur Prinzessin — und nimmt dem Mädchen genau das Leben, das es im Dorf hatte.
Die Reihe der abgewiesenen Heiratsanträge trägt denselben Gedanken weiter. Kaguya wird begehrt, aber nicht gefragt; ihre Ablehnung ist die einzige Form von Entscheidung, die ihr bleibt.
Dass die Auflösung nicht in der Menschenwelt liegt, sondern in Kaguyas Herkunft vom Mond, verschiebt den Schluss ins Unabänderliche. Die Figur wird nicht befreit, sondern abgeholt — und der Film verweigert damit die Versöhnung, auf die die Anlage zunächst hinauszulaufen scheint.
Einordnung & Wirkung
Bis Mitte Dezember 2013 spielte der Film in Japan etwa 13 Millionen US-Dollar ein. Gemessen an acht Jahren Arbeit ist das eine nüchterne Zahl.
Kritiker Mark Schilling beschrieb den visuellen Stil als zunächst unfertig wirkend; er entwickle sich jedoch und passe gut zum Inhalt. Schilling erkannte in dem Film „große Weisheit, aber auch große Traurigkeit".
2015 wurde „Die Legende der Prinzessin Kaguya" für den Oscar als bester animierter Spielfilm nominiert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Aki Asakura als The Princess Kaguya (voice)
- Takeo Chii als Sanuki no Miyatsuko (voice)
- Nobuko Miyamoto als Ōna / Narrator (voice)
- Kengo Kora als Sutemaru (voice)
- Atsuko Takahata als Lady Sagami (voice)
- Tomoko Tabata als Menowarawa (voice)
- Shinosuke Tatekawa als Lord Inbe no Akita (voice)
- Takaya Kamikawa als Prince Ishitsukuri (voice)
- Hikaru Ijūin als Minister of the Right Abe (voice)
- Ryudo Uzaki als Grand Counselor Otomo (voice)
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