Die Krise (1992)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Coline Serreau |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1992-12-02 |
| TMDB-Bewertung | 6,9 (129 Stimmen) |
Worum es geht
Victor hat als Anwalt scheinbar alles richtig gemacht, und doch bricht sein Leben binnen kurzer Zeit zusammen: Seine Frau verlässt ihn, kurz darauf verliert er auch seine Stelle in der Kanzlei. In dieser Lage sucht er Halt bei den Menschen, die ihm eigentlich nahestehen sollten – Freunde, Familie, Bekannte. Doch je verzweifelter er nach einem offenen Ohr sucht, desto deutlicher wird, dass niemand wirklich zuhört. Jeder ist mit sich selbst beschäftigt, jeder hat eigene Sorgen, Meinungen, Ablenkungen. Victors Zusammenbruch wird so zum Spiegel, der weniger ihn selbst als sein Umfeld vorführt.
Entstehungsgeschichte
„Die Krise“ entstand 1992 unter der Regie von Coline Serreau. In den Hauptrollen sind Vincent Lindon, Patrick Timsit, Zabou Breitman und Maria Pacôme zu sehen. Der Film ist als Komödie mit dramatischen Untertönen angelegt.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Komödie und Drama passt zu einem Stoff, der einen persönlichen Zusammenbruch zum Ausgangspunkt einer Gesellschaftsbeobachtung macht: Das Scheitern einer Figur wird genutzt, um reihenweise andere Charaktere und ihre Unfähigkeit zum Zuhören vorzuführen. Die Anlage der Geschichte, in der Victor von Station zu Station zieht und immer wieder auf dieselbe Taubheit stößt, funktioniert wie eine Aneinanderreihung kleiner Sketche, die sich zu einem größeren Bild verdichten. Dass ein erfolgreicher Anwalt als Ausgangsfigur gewählt wurde, verschärft den Kontrast zwischen äußerem Status und innerer Isolation. Die Besetzung mit Comedy- wie Drama-erfahrenen Darstellern deutet auf einen Ton hin, der zwischen Situationskomik und ernsterem Unterton wechselt, ohne sich für die eine oder andere Seite zu entscheiden.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,9 aus einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld, ohne dass sich daraus eine breite Publikumsresonanz ablesen lässt. Seit dem Erscheinungsjahr 1992 sind mehr als drei Jahrzehnte vergangen, und der Film bleibt damit ein Zeitdokument seiner Entstehungszeit. Innerhalb der Tragikomödien, die persönliche Krisen zum Anlass gesellschaftlicher Bestandsaufnahmen nehmen, reiht er sich unauffällig, aber eigenständig ein.
Bilder








Besetzung & Stab
- Vincent Lindon als Victor Barelle
- Patrick Timsit als Michou
- Zabou Breitman als Isa Barelle
- Maria Pacôme als Mme Barelle
- Yves Robert als M. Barelle
- Annick Alane als Mamie
- Gilles Privat als Laurent
- Michèle Laroque als Martine
- Christian Benedetti als Paul
- Nanou Garcia als Sophie
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Verfügbarkeit
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