Die Frau die singt - Incendies (2010)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Denis Villeneuve |
|---|---|
| Genre | Drama, Kriegsfilm, Mystery |
| Laufzeit | 139 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2010-09-17 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 6.800.000 $ |
| Einspielergebnis | 6.788.659 $ |
| TMDB-Bewertung | 8,1 (3.467 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Eine Testamentseröffnung, wie sie tausendfach stattfindet, und darin ein Satz, der alles verschiebt: Jeanne und Simon, in Montreal aufgewachsene Geschwister, erfahren beim Notar, dass sie einen Bruder haben. Die beiden sind schockiert. Der Notar, ein Freund ihrer verstorbenen Mutter, übergibt ihnen zwei Briefe, einen an diesen Bruder gerichtet, einen an den Vater. Über ihre Vergangenheit hat die Mutter zeitlebens geschwiegen. Die Geschwister reagieren gegensätzlich: Simon will die Vergangenheit ruhen lassen, Jeanne will wissen, wer Vater und Bruder sind. Sie bricht allein in den Nahen Osten auf und legt dort Stück für Stück eine Familiengeschichte frei, die vom Krieg bestimmt ist.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Denis Villeneuve, erschienen ist der Film 2010. Lubna Azabal, Mélissa Désormeaux-Poulin, Maxim Gaudette und Rémy Girard tragen die Besetzung, die sich damit auf wenige Figuren konzentriert, statt ein großes Ensemble aufzubieten. Die Altersfreigabe ab zwölf Jahren fällt angesichts der Thematik vergleichsweise niedrig aus.
Hinter den Kulissen
Drama, Kriegsfilm und Mystery greifen hier ineinander, und die Motive zeigen, woraus sich die Mischung speist: Naher Osten, Miliz, Massaker, Waisenhaus, Familiengeheimnisse, Zwillinge. Das Mystery-Element steckt nicht in einer übernatürlichen Ebene, sondern in der Konstruktion selbst, denn die Recherche einer Tochter wird zur Ermittlung, und jede Antwort öffnet eine weitere Frage. Dass es sich bei den Geschwistern um Zwillinge handelt, verschärft den Gegensatz zwischen Wissenwollen und Vergessenwollen: zwei Menschen gleicher Herkunft, entgegengesetzte Haltung zur eigenen Geschichte.
Einordnung & Wirkung
8,1 von 10 Punkten bei mehreren tausend abgegebenen Stimmen ergeben ein deutliches Bild: Die Bewertung liegt hoch, und sie stützt sich auf eine Stimmenzahl, die nicht mehr durch einzelne Ausreißer zu erklären ist. 16 Jahre nach dem Erscheinen hält sich der Film damit im oberen Bereich dessen, was Dramen dieser Art an Zustimmung erreichen. Der Stoff berührt reales Leid; der Film behandelt es als Gegenstand einer Suche, nicht als Schauwert.
Bilder








Besetzung & Stab
- Lubna Azabal als Nawal
- Mélissa Désormeaux-Poulin als Jeanne Marwan
- Maxim Gaudette als Simon Marwan
- Rémy Girard als Notary Lebel
- Allen Altman als Notaire Maddad
- Abdelghafour Elaaziz als Abou Tarek
- Dominique Briand als Professor Niv Cohen
- Frédéric Paquet als Doctor in the Emergency Room
- Ahmad Massad als Bassem Marwan
- John Dunn-Hill als Professor Said Haidar
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Verfügbarkeit
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