Die Faust im Nacken (1954)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Elia Kazan |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 108 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1954-06-22 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 910.000 $ |
| Einspielergebnis | 9.600.631 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (1.842 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Hafen von Hoboken bestimmt eine korrupte Gewerkschaft, wer arbeiten darf. Ihr Vorsitzender Johnny Friendly regiert mit Gewalt; wer redet, wird beseitigt.
Terry Malloy war Boxer und ist heute Handlanger. Als er Zeuge wird, wie die Bande einen Mann tötet, gerät er zwischen sein Gewissen und die Loyalität, die er dem Milieu schuldet. Als auch sein Bruder ermordet wird, sagt er gegen die Gewerkschaft aus — und bringt damit die Hafenarbeiter dazu, sich ihre Unabhängigkeit zurückzuholen.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Elia Kazan, das Drehbuch schrieb Budd Schulberg nach der Reportagereihe des Journalisten Malcolm Johnson über das Verbrechen am Hafen, die 1948 erschienen war.
Marlon Brando spielt Terry Malloy. Eva Marie Saint gibt hier ihr Filmdebüt; daneben sind Karl Malden und Lee J. Cobb als Johnny Friendly zu sehen.
Produzent Sam Spiegel finanzierte den Film mit 800.000 Dollar. Gedreht wurde in 35 Tagen an Originalschauplätzen in Hoboken in New Jersey, was dem Milieu seine Glaubwürdigkeit gibt.
Hinter den Kulissen
Der Film verbindet den italienischen Neorealismus mit dem Method Acting — eine Kombination, die das amerikanische Kino nachhaltig verändert hat.
Am bekanntesten ist die Szene im Taxi, in der Terry seinen Bruder auf die Korruption anspricht. Es ist ein Gespräch über Verrat und faule Kompromisse, geführt auf engstem Raum und ohne erhobene Stimme — und es gilt als Lehrstück des Method Acting.
Nicht zu trennen ist der Film von seinem Entstehungsumfeld: Kazan und Schulberg hatten beide vor dem Ausschuss für unamerikanische Umtriebe ausgesagt und frühere kommunistische Weggefährten benannt. Terrys Aussage wurde vielfach als Rechtfertigung dieser Entscheidung gelesen. Schulberg hat dieser Deutung widersprochen.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann acht Oscars, darunter als bester Film und für Marlon Brando als besten Hauptdarsteller.
Die zeitgenössische Kritik lobte den Realismus. Zugleich gab es den Vorwurf, die wohlwollende Zeichnung eines Denunzianten sei Propaganda im Sinne der McCarthy-Ära — ein Einwand, der bis heute erhoben wird.
Das American Film Institute führt den Film auf Rang 19 seiner hundert besten Filme. Er gilt als Meilenstein eines neuen Realismus im amerikanischen Kino.
Bilder








Besetzung & Stab
- Marlon Brando als Terry Malloy
- Eva Marie Saint als Edie Doyle
- Karl Malden als Father Barry
- Lee J. Cobb als Johnny Friendly
- Rod Steiger als Charley Malloy
- Pat Henning als Kayo Dugan
- Leif Erickson als Glover
- James Westerfield als Big Mac
- Tony Galento als Truck
- Tami Mauriello als Tillio
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Verfügbarkeit
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