Die Entdeckung der Unendlichkeit (2014)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | James Marsh |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 123 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2014-11-07 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 15.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 123.726.688 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,8 (11.269 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Cambridge, Anfang der 1960er. Stephen Hawking promoviert in Kosmologie, sucht ein Thema und lernt auf einer Feier die Literaturstudentin Jane Wilde kennen. Kurz darauf stürzt er im Innenhof und bekommt die Diagnose amyotrophe Lateralsklerose, mit einer Lebenserwartung von zwei Jahren.
Jane heiratet ihn trotzdem. Der Film erzählt die folgenden Jahrzehnte: den körperlichen Verfall, drei Kinder, die wissenschaftliche Arbeit, den Verlust der Sprache nach einer Luftröhrenoperation und die Erschöpfung einer Ehe, die unter Bedingungen geführt wird, die keine Ehe vorsieht. Er endet nicht mit einem Triumph, sondern mit einer Trennung, die beide Seiten überlebt.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist Jane Hawkings Erinnerungsbuch. Anthony McCarten arbeitete rund zehn Jahre daran, sie zu einer Zustimmung zu bewegen. Stephen Hawking sah den fertigen Film und erklärte, er sei ihm an manchen Stellen wie eine Erinnerung vorgekommen; er stellte der Produktion anschließend seine synthetische Stimme zur Verfügung, deren Nutzung er sonst nicht erlaubte.
James Marsh, der zuvor überwiegend Dokumentarfilme gedreht hatte, führte Regie. Die Entscheidung, den Film aus Janes Perspektive zu erzählen, unterscheidet ihn von den üblichen Biografien über bedeutende Wissenschaftler.
Hinter den Kulissen
Eddie Redmayne bereitete sich über vier Monate vor, sprach mit rund vierzig ALS-Betroffenen und arbeitete mit einer Tänzerin an der schrittweisen Veränderung der Körperhaltung. Ein Neurologe erstellte eine Zeitleiste, welche Muskelgruppen in welcher Reihenfolge ausfallen, damit die Darstellung medizinisch nachvollziehbar bleibt.
Gedreht wurde in ungefähr zwei Monaten und nicht chronologisch — Redmayne musste zwischen verschiedenen Krankheitsstadien hin- und herwechseln, teils mehrfach am Tag. Er führte dafür ein Diagramm mit, um den Stand jeder Szene zu bestimmen. Gedreht wurde in Cambridge, teilweise in den Originalgebäuden.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 124 Millionen Dollar ein. Eddie Redmayne gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller; der Film war zusätzlich als bester Film nominiert.
Kritik richtete sich vor allem gegen die Auslassungen: Hawkings wissenschaftliche Arbeit wird nur angedeutet, und die Härten seiner Erkrankung sind spürbar geglättet. Jane Hawking selbst äußerte sich überwiegend positiv, wies aber darauf hin, dass die Belastung der Pflegesituation im Film milder erscheint als sie war. Als Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung von ALS hatte er messbare Wirkung.
Bilder








Besetzung & Stab
- Eddie Redmayne als Stephen Hawking
- Felicity Jones als Jane Hawking
- Charlie Cox als Jonathan Hellyer Jones
- Emily Watson als Beryl Wilde
- Simon McBurney als Frank Hawking
- David Thewlis als Dennis Sciama
- Maxine Peake als Elaine Mason
- Harry Lloyd als Brian
- Tom Prior als Robert Hawking (Age 17)
- Sophie Perry als Lucy Hawking (Age 14)
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