Die blonde Sünderin (1963)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jacques Demy |
|---|---|
| Genre | Liebesfilm, Drama |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1963-03-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (199 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein junger Bankangestellter, gewissenhaft und auf Sicherheit bedacht, setzt bei seinem ersten Besuch am Roulettetisch und gewinnt sofort ein kleines Vermögen. Statt den Gewinn abzusichern, verbringt Jean Fournier seinen Jahresurlaub an der Côte d’Azur und gerät im Casino von Nizza an Jackie Demaistre, eine Frau, deren Leidenschaft für das Spiel sie Ehe und Kind hat aufgeben lassen. Die beiden ziehen gemeinsam von Tisch zu Tisch, setzen, gewinnen, verlieren – und Jean gerät zunehmend in einen Strudel, der sich nicht mehr klar zwischen Zuneigung zu Jackie und dem Sog des Spiels selbst trennen lässt.
Entstehungsgeschichte
„Die blonde Sünderin“ entstand 1963 unter der Regie von Jacques Demy und ist als Liebesfilm mit dramatischen Zügen angelegt. In den Hauptrollen stehen Jeanne Moreau als Jackie Demaistre und Claude Mann als Jean Fournier, unterstützt von Paul Guers und Henri Nassiet. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Liebesfilm und Drama ergibt sich hier unmittelbar aus dem Stoff: Die Beziehung zwischen Jean und Jackie entwickelt sich parallel zur Spielsucht, sodass emotionale Nähe und finanzielles Risiko kaum trennbar erscheinen. Die Anlage der Geschichte – ein solider, vorsichtiger Mann, der durch einen einzigen Zufallsgewinn aus seiner Bahn gerät, und eine Frau, die für das Spiel bereits ihr bürgerliches Leben aufgegeben hat – macht deutlich, dass es weniger um Glücksspiel als gesellschaftliches Phänomen geht als um die Frage, was Menschen bereit sind zu riskieren, wenn Zuneigung und Nervenkitzel sich vermischen. Die wiederkehrende Bewegung von Casino zu Casino, von Tisch zu Tisch, verleiht der Erzählung einen fast rhythmischen, ruhelosen Charakter.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,7 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen bewegt sich der Film im soliden Mittelfeld. Über sechs Jahrzehnte nach seiner Entstehung 1963 steht er als frühes Beispiel eines Liebesdramas, das seine Konflikte über ein konkretes, klar umrissenes Milieu – das Casino – entwickelt, statt sie abstrakt zu verhandeln. Innerhalb des Genres markiert er damit einen Ansatz, der Leidenschaft und Risiko eng miteinander verschränkt, ohne dass die Bewertungszahlen bislang auf eine breite Rezeption schließen lassen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Jeanne Moreau als Jacqueline 'Jackie' Demaistre
- Claude Mann als Jean Fournier
- Paul Guers als Caron
- Henri Nassiet als M. Fournier
- Nicole Chollet als Marthe
- André Certes
- Jean-Pierre Lorrain
- Georges Alban
- Conchita Parodi als L'hôtelière
- Jacques Moreau
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Verfügbarkeit
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