Der Zirkus (1928)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Charlie Chaplin |
|---|---|
| Genre | Komödie, Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 72 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1928-01-06 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| Budget | 9.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (919 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Auf einem Rummelplatz wird Charlie von der Polizei gejagt — wegen eines Taschendiebstahls, den ein anderer begangen hat. Auf der Flucht rettet er sich in ein Zirkuszelt, gerät mitten in die laufende Vorstellung und erzeugt dort ganz unfreiwillig Heiterkeit. Der Zirkusdirektor stellt ihn als Clown an, entlässt ihn wegen Unfähigkeit sofort wieder und macht ihn schließlich als ungeschickten Kulissenschieber doch noch zur Lachattraktion.
Von der schönen Kunstreiterin, einer Stieftochter des Direktors, erfährt er, wie sehr das Publikum ihn liebt — und wie sehr er zugleich ausgebeutet wird. Er verliebt sich in sie und bemüht sich, sie vor den Rohheiten des Direktors zu schützen. Als sie sich ihrerseits in Rex verliebt, den König der Lüfte, versucht Charlie den Rivalen auszustechen und steigt selbst aufs Hochseil.
Entstehungsgeschichte
Charlie Chaplin führte 1928 Regie und steht selbst im Mittelpunkt; im Englischen läuft der Film als „The Circus“. Al Ernest Garcia, Merna Kennedy und Harry Crocker vervollständigen die genannte Besetzung. Freigegeben ist er ab sechs Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Bauteile sind schnell benannt: Zirkus, Landstreicher, unerwiderte Liebe, Schwarzweiß, Stummfilm. Dass der Film Komödie, Liebesfilm und Drama zugleich sein will, bildet keinen Widerspruch, sondern entspricht einem Aufbau, in dem dieselbe Szene lustig und bitter sein kann. Die Hauptfigur ist genau dann komisch, wenn sie scheitert — und ihr Erfolg im Zelt beruht darauf, dass niemand ihre Not bemerkt.
Ohne gesprochenes Wort muss alles über Bewegung, Timing und Blicke laufen. Das Hochseil ist dafür die konsequente Zuspitzung: eine körperliche Anstrengung, die eine Gefühlslage ausdrückt, für die es keine Worte gibt. Auch der Schauplatz arbeitet mit — ein Zirkus lebt davon, dass das Publikum nur die Vorstellung sieht und nie das, was hinter dem Zelt geschieht.
Einordnung & Wirkung
Bei einigen hundert abgegebenen Stimmen erreicht der Film 7,9 von 10 und liegt damit klar im zustimmenden Bereich. Achtundneunzig Jahre nach dem Erscheinen ist der Abstand beträchtlich; die Erzählweise ohne Ton macht den Film heute eher zugänglicher als schwieriger.
Bilder








Besetzung & Stab
- Charlie Chaplin als A Tramp
- Al Ernest Garcia als The Circus Proprietor and Ring Master
- Merna Kennedy als The Proprietor's Step-Daughter Merna, a Circus Rider
- Harry Crocker als Rex, a Tight Rope Walker
- George Davis als A Magician
- Henry Bergman als An Old Clown
- Tiny Sandford als The Head Property Man
- John Rand als An Assistant Property Man
- Steve Murphy als A Pickpocket
- Albert Austin als Clown (uncredited)
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