Der Teufel trägt Prada (2006)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | David Frankel |
|---|---|
| Genre | Drama, Komödie |
| Laufzeit | 109 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2006-06-29 |
| Altersfreigabe | FSK 0 |
| Budget | 35.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 326.588.371 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (14.240 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Andy Sachs will Journalistin werden und landet als zweite Assistentin bei Miranda Priestly, der Chefredakteurin des einflussreichsten Modemagazins der USA. Sie versteht nichts von Mode, hält die Branche für oberflächlich und nimmt die Stelle nur als Sprungbrett.
Miranda führt mit leiser Stimme, unmöglichen Aufträgen und der Selbstverständlichkeit, dass jede Zurückweisung ihrer Wünsche undenkbar ist. Der Film zeigt Andys Anpassung als Aufstieg und als Verlust zugleich — sie wird besser in ihrem Job, während ihre Beziehungen zerfallen. Mirandas Monolog über einen bestimmten Blauton legt dabei offen, dass die vermeintlich belanglose Branche längst darüber entschieden hat, was Andy an diesem Morgen angezogen hat.
Entstehungsgeschichte
Die Vorlage ist der Roman von Lauren Weisberger, die selbst Assistentin bei Anna Wintour, der Chefredakteurin der amerikanischen Vogue, gewesen war. Das Buch wurde als Abrechnung gelesen und war entsprechend umstritten.
Aline Brosh McKenna schrieb das Drehbuch und veränderte den Ton grundlegend: Miranda ist im Film keine Karikatur, sondern eine Figur mit nachvollziehbarer Logik. Meryl Streep entschied sich gegen laute Autorität und legte die Rolle bewusst leise an — je bedrohlicher die Situation, desto ruhiger spricht sie. Die Modebranche kooperierte nicht; die Produktion bekam kaum Kleidung gestellt, bis sich einzelne Häuser doch beteiligten.
Hinter den Kulissen
Kostümbildnerin Patricia Field arbeitete mit einem für einen Film dieser Größe kleinen Budget und lieh oder erhielt einen erheblichen Teil der Garderobe über persönliche Kontakte; Streeps Mäntel stammten teilweise aus ihrem eigenen Bestand.
Streep entwickelte Mirandas Erscheinungsbild selbst, einschließlich der weißen Haare, die im Roman nicht vorkommen — sie wollte eine Distanz zu Anna Wintour herstellen. Nach eigener Aussage hielt sie am Set Abstand zum übrigen Ensemble, um die Wirkung der Figur zu erhalten, und beschrieb das später als unangenehme Erfahrung, die sie nicht wiederholt habe.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 326 Millionen Dollar ein und war weit erfolgreicher als erwartet. Meryl Streep wurde als beste Hauptdarstellerin für den Oscar nominiert.
Er wird bis heute in Wirtschafts- und Führungsdebatten zitiert, weil er eine Frage offen lässt, die er nicht auflöst: ob Miranda eine Tyrannin ist oder eine Frau, die in einer Position, in der Härte von Männern erwartet wird, dafür bestraft wird. Anna Wintour äußerte sich später knapp und amüsiert; sie erschien zur Premiere in Prada.
Bilder








Besetzung & Stab
- Meryl Streep als Miranda Priestly
- Anne Hathaway als Andy Sachs
- Emily Blunt als Emily
- Stanley Tucci als Nigel
- Simon Baker als Christian Thompson
- Adrian Grenier als Nate
- Tracie Thoms als Lily
- Rich Sommer als Doug
- Daniel Sunjata als James Holt
- David Marshall Grant als Richard Sachs
Weitere Filme von David Frankel
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.