Der Schädel des Marquis de Sade (1965)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Freddie Francis |
|---|---|
| Genre | Horror, Thriller |
| Laufzeit | 83 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1965-08-25 |
| TMDB-Bewertung | 6 (116 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Dr. Maitland ist ein Sammler mit Gespür fürs Makabre, und genau deshalb lässt er sich immer wieder auf Anthony Marco ein, obwohl er dessen zweifelhaften Ruf kennt. Erst bringt ihm Marco ein altes, in menschliche Haut gebundenes Buch, das einst dem Marquis de Sade gehört haben soll. Kurz darauf legt er Maitland etwas noch Beunruhigenderes vor: den Schädel des Marquis selbst. Um den Schädel ranken sich Gerüchte, er berge einen Geist, der von jedem Besitz ergreift, der mit ihm in Berührung kommt. Maitland hält das für Aberglauben, doch bald verfolgen ihn Albträume, die sich zunehmend mit der Wirklichkeit vermischen.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1965 unter der Regie von Freddie Francis. In den Hauptrollen sind Peter Cushing, Christopher Lee, Patrick Wymark und Jill Bennett zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Horror und Thriller zeigt sich schon in der Anlage der Geschichte: Statt auf offene Schockmomente setzt der Stoff auf ein Objekt mit unheimlicher Vorgeschichte, dessen Wirkung sich zunächst nur in Zweifel und Unbehagen äußert, bevor sie sich zuspitzt. Dass ein Sammlerstück mit dem Namen de Sade im Zentrum steht, verleiht der Handlung eine Note morbider Faszination, die weniger auf Gewalt als auf psychologischer Verunsicherung beruht. Die Besetzung mit Cushing und Lee, zwei Namen, die im britischen Horrorkino jener Jahre häufig gemeinsam auftraten, deutet auf ein Ensemble hin, das auf ein Publikum zugeschnitten war, das mit den Konventionen des Genres vertraut ist. Die Erzählung verlagert sich von der Skepsis eines rationalen Sammlers hin zu einer Erfahrung, die sich seiner Kontrolle entzieht – ein Muster, das für Besessenheits- und Fluchgeschichten typisch ist.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,0 bei einer eher schmalen Bewertungsbasis von 116 Stimmen bewegt sich der Film im mittleren Bereich dessen, was das Genre in dieser Zeit hervorgebracht hat. Seit seiner Entstehung sind knapp sechzig Jahre vergangen, was ihn in die frühe Phase des britischen Horrorfilms der 1960er Jahre einordnet, in der Besessenheits- und Fluchmotive mit klassischem Erzähltempo verbunden wurden. Für ein breiteres Publikum bleibt er eher ein Titel für Genrekenner als ein allgemein bekannter Film.
Bilder






Besetzung & Stab
- Peter Cushing als Dr. Christopher Maitland
- Christopher Lee als Sir Matthew Phillips
- Patrick Wymark als Anthony Marco
- Jill Bennett als Jane Maitland
- Peter Woodthorpe als Bert Travers, Marco's Landlord
- Nigel Green als Inspector Wilson
- April Olrich als French Girl
- George Coulouris als Dr. Londe
- Maurice Good als Pierre, Phrenologist
- Patrick Magee als Police Surgeon
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