Der Richter und der Mörder (1976)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Bertrand Tavernier |
|---|---|
| Genre | Historie, Krimi, Drama |
| Laufzeit | 128 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1976-03-10 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,8 (145 Stimmen) |
Worum es geht
Frankreich im Jahr 1893: Joseph Bouvier versucht, die Frau zu erschießen, die seine Heiratsabsicht zurückgewiesen hat, und richtet die Waffe anschließend gegen sich selbst. Er überlebt, mit Kugeln im Kopf, und wird in eine Anstalt eingewiesen, deren Zustände alles andere als heilsam sind. Nach seiner Entlassung zieht er über Land, und über Jahre hinweg werden Jugendliche Opfer seiner Gewalt. Der Ermittler Rousseau nimmt die Verfolgung auf und stellt ihn schließlich. Doch Rousseau verfolgt eigene Ambitionen: Ihm ist daran gelegen, dass Bouvier nicht einfach für unzurechnungsfähig erklärt wird, sondern für seine Taten zur Verantwortung gezogen werden kann.
Entstehungsgeschichte
Bertrand Tavernier führte bei diesem 1976 entstandenen Film Regie. Es handelt sich um ein Drama mit historischem und kriminalistischem Zuschnitt. Die Besetzung versammelt Philippe Noiret und Michel Galabru in den zentralen Rollen, dazu Isabelle Huppert und Jean-Claude Brialy. Freigegeben ist der Film ab 12 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Historie, Krimi und Drama verweist auf eine Erzählung, die weniger auf Spannung im klassischen Sinn zielt als auf die Untersuchung eines Falls und der Institutionen, die mit ihm umgehen. Dass die Handlung im Jahr 1893 angesiedelt ist, rückt Fragen nach Zurechnungsfähigkeit, Justiz und gesellschaftlichem Umgang mit Gewalt in ein historisches Licht, ohne sie dadurch von heutigen Debatten zu lösen. Die Gegenüberstellung von Täter und Richter als gleichwertig gewichtete Figuren – im Titel selbst schon angelegt – deutet darauf hin, dass der Film beide Seiten, den Verfolgten und den Verfolgenden, gleichermaßen in den Blick nimmt und deren jeweilige Motive hinterfragt statt eindeutig moralisch zu werten.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,8 bei einer eher schmalen Stimmenbasis von 145 bewegt sich der Film im soliden, aber nicht überragenden Bereich der öffentlichen Rezeption, wie sie sich auf Bewertungsportalen abbildet. Seit seiner Entstehung 1976 sind fast fünfzig Jahre vergangen, ein Zeitraum, der den Film klar als Werk seiner Entstehungszeit im französischen Kino der Siebzigerjahre verortet. Innerhalb der Genremischung aus historischem Krimidrama nimmt er eine Position ein, die sich stärker für die juristische und psychologische Dimension eines Falls interessiert als für dessen reine Nacherzählung.
Bilder






Besetzung & Stab
- Philippe Noiret als Juge Rousseau
- Michel Galabru als Joseph Bouvier
- Isabelle Huppert als Rose
- Jean-Claude Brialy als Avocat Villedieu
- Renée Faure als Mme Rousseau
- Cécile Vassort als Louise Leseuer
- Jean-Roger Caussimon als Chanteur de rue
- Jean Bretonnière als Le député
- François Dyrek als Le cheminot libéré
- Monique Chaumette als La mère de Louise
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Verfügbarkeit
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