Der Mann, der zuviel wusste (1956)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alfred Hitchcock |
|---|---|
| Genre | Thriller, Mystery, Drama |
| Laufzeit | 120 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1956-05-16 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 1.200.000 $ |
| Einspielergebnis | 11.300.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (1.604 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein amerikanischer Arzt macht mit Frau und Sohn Urlaub in Marokko. Dort erfahren die beiden von einem geplanten Attentat: In London soll ein ausländischer Staatsmann ermordet werden.
Bevor Ben McKenna damit zur Polizei gehen kann, entführen die Verschwörer seinen Sohn Hank. Von da an haben die Eltern zwei Aufgaben, die einander ausschließen: das Attentat verhindern und das Kind zurückbekommen.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Alfred Hitchcock, der den Film gemeinsam mit Herbert Coleman produzierte. Das Drehbuch schrieb John Michael Hayes unter Mitwirkung von Angus MacPhail.
James Stewart spielt Dr. Ben McKenna, Doris Day seine Frau Jo, Christopher Olsen den Sohn Hank, Brenda de Banzie die Lucy Drayton, Bernard Miles den Edward Drayton, Ralph Truman den Inspektor Buchanan, Daniel Gélin den Louis Bernard und Reggie Nalder den Auftragsmörder Rien.
Die Kamera führte Robert Burks, den Schnitt George Tomasini. Die Musik stammt von Bernard Herrmann, Ray Evans und Jay Livingston; produziert wurde der Film von Paramount Pictures.
Teile entstanden an Originalschauplätzen in Marrakesch, weitere im Studio mit Rückprojektionen. Der Film erschien 1956 und dauert 120 Minuten.
Hinter den Kulissen
Hitchcock musste zu drehen beginnen, ohne fertiges Drehbuch. Hayes' Entwürfe wurden häufig noch am Abend vor dem Dreh von Hitchcock und MacPhail umgeschrieben; die Produktion verzögerte sich um 34 Drehtage.
Der Höhepunkt spielt in der Royal Albert Hall während eines Konzerts. Bernard Herrmann, Hitchcocks Komponist, tritt darin selbst auf und dirigiert die „Storm Clouds Cantata" des australischen Komponisten Arthur Benjamin.
Das Studio verpflichtete Doris Day vertraglich, ein Lied zu singen. Sie zögerte zunächst bei „Que Sera, Sera" — sie hielt es für nur ein Kinderlied.
Dieses Lied gewann 1957 den Oscar als bester Song und wurde 1990 mit dem ASCAP-Award als meistgespielter Standard aus einem Spielfilm ausgezeichnet.
Einordnung & Wirkung
Rotten Tomatoes weist 87 Prozent bei 39 Kritiken aus.
Bosley Crowther bescheinigte dem Film in der New York Times Schlagkraft und eine schnell fortschreitende Handlung; Stewart spiele besser als in „Das Fenster zum Hof", Day sei als verzweifelte Mutter überraschend wirkungsvoll. Der Filmdienst nannte ihn mit Intelligenz und Raffinesse inszeniert und sah Hitchcocks Stoff zum Meisterwerk weiterentwickelt.
Dave Kehr urteilte anders: Der Film wirke uncharakteristisch starr und fromm, als habe Hitchcock ihn eher aus Pflicht gedreht — die stärkste Szene sei die stille Sequenz, in der Stewart seiner Frau Beruhigungstabletten gibt.
Hitchcock war in Cannes für die Goldene Palme nominiert.
Bemerkenswert ist die Verfügbarkeit. Der Film gehörte zu den fünf verlorenen Hitchcocks, weil der Regisseur die Rechte zurückgekauft hatte; er war jahrzehntelang nicht zu sehen und wurde erst 1984 nach 25 Jahren wieder gezeigt. Die deutsche Synchronfassung von 1956 gehört zu den wenigen erhaltenen fremdsprachigen Tonspuren.
Bilder








Besetzung & Stab
- James Stewart als Ben McKenna
- Doris Day als Jo McKenna
- Brenda De Banzie als Lucy Drayton
- Bernard Miles als Edward Drayton
- Ralph Truman als Buchanan
- Daniel Gélin als Louis Bernard
- Mogens Wieth als Ambassador
- Alan Mowbray als Val Parnell
- Hillary Brooke als Jan Peterson
- Christopher Olsen als Hank McKenna
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Verfügbarkeit
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