Der Mann, der die Sterne macht (1995)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Giuseppe Tornatore |
|---|---|
| Genre | Drama, Liebesfilm |
| Laufzeit | 113 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1995-09-21 |
| Einspielergebnis | 371.674 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (196 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Joe Morelli reist mit einer Kamera und einer gestohlenen, kaum brauchbaren Filmrolle durch Sizilien. Er gibt sich als Talentsucher fuer das grosse Kino aus und verspricht jedem, der vor seine Linse tritt, Ruhm und Geld. Mafiosi, Kommunisten, Bauern, Hirten und Carabinieri lassen sich von ihm filmen, jeder gegen Bezahlung fuer das vermeintliche Vorsprechen. Der Schwindel funktioniert, bis Beata, eine junge Frau, sich in sein Spiel einmischt. Sie durchschaut den Betrueger und fuehrt ihn mit seinen eigenen Mitteln vor, wodurch Morelli sich zu veraendern beginnt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1995 unter der Regie von Giuseppe Tornatore. In den Hauptrollen sind Sergio Castellitto als Joe Morelli und Tiziana Lodato als Beata zu sehen, daneben stehen Franco Scaldati und Leopoldo Trieste vor der Kamera. Es handelt sich um ein Drama mit Liebesgeschichte, angesiedelt im laendlichen Sizilien.
Hinter den Kulissen
Die Konstruktion der Geschichte macht aus einem Betrug ein Gesellschaftsbild: Indem Morelli quer durch alle sozialen Gruppen zieht, Mafiosi ebenso wie Kommunisten, Bauern wie Ordnungshueter, entsteht ein Querschnitt durch eine Region, deren Bewohner sich alle vom gleichen Versprechen locken lassen. Die Kombination aus Drama und Liebesfilm verschiebt den Schwerpunkt weg von der reinen Gaunerkomik hin zur Frage, was die Begegnung mit Beata in Morelli veraendert. Dass die Kamera selbst kaputt und die Filmrolle unbrauchbar ist, verstaerkt die Ironie: Der Traum, den er verkauft, ist von Anfang an technisch leer, was den Figuren umso mehr Raum laesst, sich in ihrer Sehnsucht nach Anerkennung zu zeigen. Die Liebesgeschichte funktioniert dabei als Gegengewicht zur Kette der Taeuschungen, die den Film sonst trägt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Bewertungsbasis zaehlt der Film zu den weniger breit diskutierten Arbeiten seines Genres, wird aber durchweg positiv aufgenommen. Seit der Entstehung 1995 sind mittlerweile deutlich mehr als drei Jahrzehnte vergangen, was den Film als historisches Sittenbild einer laendlichen italienischen Gesellschaft lesbar macht. Innerhalb der Kombination aus Drama und Liebesfilm nimmt er eine Position ein, die weniger auf grosse Wendungen als auf die Beobachtung menschlicher Sehnsucht und Taeuschbarkeit setzt.
Bilder

Besetzung & Stab
- Sergio Castellitto als Joe Morelli (Giuseppe Romolo)
- Tiziana Lodato als Beata
- Franco Scaldati als Brigadier Mastropaolo
- Leopoldo Trieste als Mute
- Leo Gullotta als Vito
- Clelia Rondinella als Anna's mother
- Salvatore Billa als Prince
- Jane Alexander als Princess
- Tony Sperandeo als 1st Badalamenti
- Tano Cimarosa als Grandpa Bordonaro
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Verfügbarkeit
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