Der Mann, den sie Pferd nannten (1970)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Elliot Silverstein |
|---|---|
| Genre | Western, Drama |
| Laufzeit | 114 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1970-05-01 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 6,4 (242 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Ein englischer Gentleman gerät auf einer Expedition in die Hände einer Sioux-Gruppe und wird, wie ein Beutestück, der Mutter des Anführers als Diener übergeben. Aus dem Gefangenen, der zunächst nur überleben will, wird nach und nach ein Mann, der die Lebensweise der Gemeinschaft annimmt und sich in die Schwester des Anführers verliebt. Der Weg dorthin führt über Prüfungen von Mut und Ehre, an deren Ende ein schmerzhaftes Ritual steht, das ihm mehr abverlangt, als er sich zu Beginn hätte vorstellen können. Der Ausgang dieser Prüfung bleibt hier unerwähnt.
Entstehungsgeschichte
Elliot Silverstein inszenierte den Western im Jahr 1970. In den Hauptrollen stehen Richard Harris als der gefangene Engländer, Judith Anderson als Mutter des Anführers, Jean Gascon und Corinna Tsopei. Der Film ist ab 12 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte verknüpft klassische Western-Elemente mit einer dramatischen Studie über Anpassung, Zugehörigkeit und Identität. Statt eines klassischen Konflikts zwischen Zivilisation und Wildnis im Sinne einer Bedrohung erzählt der Film von einer Annäherung: Ein Außenstehender wird schrittweise Teil einer fremden Gemeinschaft, deren Regeln er zunächst nicht versteht und am Ende nicht nur akzeptiert, sondern verinnerlicht. Die Kombination aus Western und Drama zeigt sich darin, dass äußere Handlung – Gefangennahme, Prüfungen, ein Ritual – eng mit der inneren Entwicklung der Hauptfigur verbunden ist. Dass die Erzählung ausdrücklich das Alltagsleben der Gemeinschaft in den Mittelpunkt rückt, statt nur auf spektakuläre Konfrontationen zu setzen, unterscheidet den Ansatz von vielen genretypischen Erzählungen jener Zeit, die Indigene meist nur als Gegner der Hauptfigur zeigten.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 6,4 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich der Film im mittleren Bereich – ein Ergebnis, das für einen mittlerweile über fünf Jahrzehnte alten Western weder ungewöhnlich niedrig noch besonders herausragend ist. Der Abstand von 1970 bis heute lässt den Film als Zeitdokument seines Genres erscheinen, das die Perspektive auf indigene Kulturen anders anlegt als viele zeitgenössische Western, ohne dass sich daraus eine über die reine Bewertung hinausgehende Einordnung ziehen lässt.
Bilder






Besetzung & Stab
- Richard Harris als John Morgan
- Jean Gascon als Batise
- Judith Anderson als Buffalo Cow Head
- Corinna Tsopei als Running Deer
- Manu Tupou als Yellow Hand
- Dub Taylor als Joe
- James Gammon als Ed
- William Jordan als Bent
- Eddie Little Sky als Black Eagle
- Michael Baseleon als Longfoot
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Verfügbarkeit
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