Der Kanal (1957)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Andrzej Wajda |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Drama |
| Laufzeit | 95 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1957-04-20 |
| TMDB-Bewertung | 7,6 (168 Stimmen) |
Worum es geht
Eine versprengte Kompanie unter Führung von Zadra kämpft an einem Ort, an dem die militärische Lage längst entschieden scheint. Nur wenige der Männer und Frauen um ihn sind ausgebildete Soldaten, die meisten haben sich erst im Kampf gegen die deutschen Besatzer zu einer Einheit zusammengefunden. Als die Gegenoffensive erneut anrollt, bleibt nur der Befehl, sich ins Stadtzentrum zurückzuziehen. Der einzige verbliebene Weg führt unter die Erde, in das Kanalsystem von Warschau. Was folgt, ist ein Zug durch enge, dunkle und stinkende Tunnel, in denen sich Orientierung, Zusammenhalt und Hoffnung der Gruppe zunehmend auflösen.
Entstehungsgeschichte
„Der Kanal“ entstand 1957 unter der Regie von Andrzej Wajda. Der Kriegsfilm zeigt in seiner Besetzung unter anderem Teresa Iżewska, Tadeusz Janczar, Wieńczysław Gliński und Tadeusz Gwiazdowski. Es handelt sich um einen abendfüllenden Spielfilm, der Krieg als Drama erzählt statt als reine Actionhandlung.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Kriegsfilm und Drama verschiebt den Fokus weg von Frontlinien und Strategie hin zu den Menschen, die in einer aussichtslosen Lage handeln müssen. Dass die Gruppe größtenteils aus Nicht-Soldaten besteht, macht aus dem Kampf eine Frage des Überlebens gewöhnlicher Menschen, nicht militärischer Professionalität. Die Verlegung der Handlung in ein unterirdisches Kanalsystem verstärkt diesen Charakter: Statt offener Schlachten entsteht ein klaustrophobischer Raum, in dem Dunkelheit, Enge und Desorientierung selbst zu Gegnern werden. Die Erzählform folgt der Gruppe eng, ohne den Ausgang ihres Weges vorwegzunehmen, was die Spannung auf den Weg selbst statt auf ein bekanntes Ziel lenkt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 7,7 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zählt „Der Kanal“ zu den solide bis gut bewerteten Werken seines Genres, wenngleich die Bewertungsbasis begrenzt bleibt. Seit der Entstehung 1957 sind über sechzig Jahre vergangen, der Film ist damit ein Werk aus der frühen Nachkriegszeit des europäischen Kinos. Innerhalb des Kriegsdramas markiert er durch seine konsequente Konzentration auf eine kleine, zusammengewürfelte Gruppe und deren beengten Handlungsraum eine eigene erzählerische Herangehensweise an das Thema Krieg.
Bilder








Besetzung & Stab
- Teresa Iżewska als "Daisy"
- Tadeusz Janczar als Ensign "Korab"
- Wieńczysław Gliński als Lieutenant "Zadra"
- Tadeusz Gwiazdowski als Sergeant "Kula"
- Stanisław Mikulski als "Smukły"
- Emil Karewicz als Lieutenant "Mądry"
- Vladek Sheybal als Michał
- Teresa Berezowska als Halinka
- Zofia Lindorf als Woman searching for a Daughter
- Janina Jabłonowska als Woman shouting at Resistance Members
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Verfügbarkeit
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