Der Fuhrmann des Todes (1921)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Victor Sjöström |
|---|---|
| Genre | Drama, Fantasy, Horror |
| Laufzeit | 90 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1921-01-01 |
| TMDB-Bewertung | 7,7 (374 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Es ist Silvesternacht. Eine Angehörige der Heilsarmee liegt im Sterben und äußert einen letzten Wunsch: Sie möchte ihren Schützling David noch einmal sehen. David jedoch betrinkt sich zur selben Zeit auf einem Friedhof und beschwört dabei einen alten Glauben herauf.
Dieser Überlieferung zufolge gibt es einen geisterhaften Karren samt Kutscher, der die Toten ins Jenseits bringt. In jeder Silvesternacht wechselt der Lenker: Den Wagen führt stets die letzte Seele, die beim Schlag der Mitternacht in Sünde gestorben ist. Als David von einer Flasche getroffen wird und zu Boden stürzt, hält der Karren bei ihm. Der Kutscher hält inne, um Davids Vergangenheit zu prüfen, und das Publikum durchlebt diese Erinnerungen gemeinsam mit ihm. Welche Wendung die Nacht nimmt, bleibt hier offen.
Entstehungsgeschichte
Victor Sjöström schuf den Film 1921 und gehört zugleich selbst zur Besetzung. Hilda Borgström, Tore Svennberg und Astrid Holm spielen ebenfalls mit. Der englische Titel lautet „The Phantom Carriage“. Der Stoff geht auf einen Roman zurück.
Hinter den Kulissen
Drama, Fantasy und Horror fließen hier ineinander. Das Drama erzählt von traurigen Erinnerungen und einem Leben, das eine Rückschau verlangt, die Fantasy liefert den Mythos vom Totenkarren, und der Horror speist sich aus der Gestalt des Kutschers mit der Sense und der Atmosphäre des Friedhofs.
Die Motive fügen sich zu einem dichten Gefüge. Der Silvesterabend markiert eine Schwelle zwischen altem und neuem Jahr, die zugleich zur Schwelle zwischen Leben und Tod wird. Friedhof und Phantom verankern die Geschichte im Unheimlichen, während Gift und Kampf auf Gewalt und Verzweiflung hindeuten. Besonders auffällig ist die Erzählform: Die Rückschau auf Davids Vergangenheit, die der Kutscher auslöst, bricht die Gegenwart der Silvesternacht auf und verschränkt Erinnerung mit einer übernatürlichen Rahmenhandlung.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,8 von 10 Punkten erhält der Film eine sehr hohe Bewertung, gestützt auf einige hundert Stimmen. Für ein Werk dieses Alters ist das ein deutliches Zeichen, dass die Geschichte ihr Publikum weiterhin erreicht.
105 Jahre nach seinem Erscheinen verbindet der Film noch immer das Übernatürliche mit einer sehr menschlichen Frage nach Schuld und Umkehr. Im Horror- und Fantasygenre steht er für eine Form des Unheimlichen, die aus Reue und Rückschau entsteht statt aus bloßem Schrecken.
Bilder








Besetzung & Stab
- Victor Sjöström als David Holm
- Hilda Borgström als Mrs. Holm
- Tore Svennberg als Georges
- Astrid Holm als Sister Edit
- Concordia Selander als Edit's Mother
- Lisa Lundholm als Sister Maria
- Tor Weijden als Gustafsson
- Einar Axelsson als David's Brother
- Olof Ås als Driver
- Nils Aréhn als Prison Chaplain
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Verfügbarkeit
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