Der Dieb (1997)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Павел Чухрай |
|---|---|
| Genre | Drama, Krimi |
| Laufzeit | 96 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1997-10-13 |
| Budget | 2.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.126.506 $ |
| TMDB-Bewertung | 7 (105 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In der Sowjetunion der späten 1940er Jahre schlägt sich die junge Witwe Katya mit ihrem kleinen Sohn Sanya durchs Leben. In einem Zug begegnen die beiden dem Offizier Tolyan, der Katya für sich gewinnt. Bald lebt die Familie zusammen, Tolyan gibt sich als Ehemann und Stiefvater aus. Sanya bringt ihm zunächst Misstrauen entgegen und lehnt sich gegen dessen Autorität auf. Tolyan wiederum versteht es, mit seinem Auftreten, seiner Großzügigkeit und seinem Ruf als Kriegsveteran an einträgliche Positionen zu gelangen. Mit der Zeit zeigt sich jedoch eine zunehmend harte, übergriffige Seite an ihm, die weder Katya noch Sanya dazu bringt, sich von ihm zu lösen. Wie tief seine Zuneigung zu der neuen Familie tatsächlich reicht, bleibt offen.
Entstehungsgeschichte
„Der Dieb“ entstand 1997 unter der Regie von Pawel Tschuchrai. In den Hauptrollen sind Wladimir Maschkow, Jekaterina Rednikowa, Michail Filiptschuk und Juri Beljajew zu sehen. Der Film verbindet Drama und Krimi und spielt in der sowjetischen Nachkriegszeit.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama und Kriminalgeschichte deutet darauf hin, dass hier persönliche Beziehungen und ein moralisch zweifelhaftes Familienoberhaupt im Zentrum stehen, nicht ein klassischer Fahndungsplot. Die Erzählung entfaltet sich aus der Perspektive der kleinen Familie heraus, wobei die Nachkriegszeit als Rahmen dient, in dem Not, Abhängigkeit und Anziehung eng beieinanderliegen. Dass die wahren Motive der Figur des Tolyan bis zum Schluss nicht restlos geklärt werden, ist dabei erkennbar kein Zufall, sondern trägt die Spannung des Films: Zuneigung und Ausnutzung lassen sich über weite Strecken nicht eindeutig trennen. Die schmale Besetzung aus vier zentralen Namen lässt zudem vermuten, dass die Geschichte auf das enge Dreiecksverhältnis zwischen Katya, Sanya und Tolyan konzentriert bleibt.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,0 bei einer eher schmalen Stimmenbasis zeichnet sich ein grundsätzlich positives, aber noch nicht sehr breites Echo ab. Seit dem Erscheinungsjahr 1997 sind inzwischen deutlich mehr als zwei Jahrzehnte vergangen, der Film ist somit fest der Filmgeschichte der 1990er Jahre zuzuordnen. Innerhalb des Genres von Drama und Krimi steht er für eine Variante, die weniger auf Spannung durch Verbrechen als auf die psychologische Ambivalenz einer Figur setzt, deren Charakter sich der eindeutigen Einordnung entzieht.
Bilder





Besetzung & Stab
- Vladimir Mashkov als Tolyan
- Yekaterina Rednikova als Katya
- Mikhail Filipchuk als Sanya
- Yuri Belyayev als Old Sanya
- Amaliya Mordvinova als Doctor's wife
- Natalya Pozdnyakova als Бухгалтерша
- Lidiya Savchenko als Aunt Tanya
- Anatoliy Koshcheev
- Anna Shtukaturova als the limping girl
- Ervand Arzumanyan als Accountant
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