Dekalog, Fünf (1989)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Krzysztof Kieślowski |
|---|---|
| Genre | Drama, TV-Film, Krimi |
| Laufzeit | 57 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1989-09-06 |
| TMDB-Bewertung | 8 (166 Stimmen) |
Worum es geht
Ein junger Mann tötet einen Taxifahrer, brutal und ohne erkennbaren Grund. Parallel dazu sitzt Piotr, ein hochbegabter Jurastudent, über seinen Prüfungsfragen und zweifelt grundsätzlich am Sinn staatlicher Strafe. Als frisch bestallter Pflichtverteidiger übernimmt er ausgerechnet diesen Fall als seinen ersten. Vor Gericht kann er die Todesstrafe nicht abwenden, doch im Kontakt mit dem Verurteilten entsteht etwas, das über die juristische Rolle hinausgeht: eine menschliche Begegnung, in der eine alte, quälende Schuld des Mannes zur Sprache kommt. Am Ende steht die Vollstreckung des Urteils, nüchtern und ohne Beschönigung geschildert.
Entstehungsgeschichte
„Dekalog, Fünf“ entstand 1989 unter der Regie von Krzysztof Kieślowski als Fernsehfilm. In den Hauptrollen sind Mirosław Baka, Krzysztof Globisz, Jan Tesarz und Artur Barciś zu sehen.
Hinter den Kulissen
Die Kombination aus Drama, Kriminalstoff und Fernsehfilmformat zeigt, dass es hier nicht um Spannung im klassischen Sinn geht, sondern um eine moralische Untersuchung, die sich Zeit nimmt. Die Geschichte stellt zwei Tötungen einander gegenüber – die des Taxifahrers und die durch den Staat vollzogene Hinrichtung – und verweigert dabei jede eindeutige Wertung. Dass ausgerechnet ein Jurastudent, der am Sinn von Strafe zweifelt, zum Verteidiger wird, verleiht dem Stoff seine innere Spannung: nicht die Frage nach Schuld oder Unschuld steht im Zentrum, sondern die nach dem Recht, über Leben und Tod zu urteilen. Die Erzählung nähert sich damit einem ethischen Thema ohne Umweg über einfache Antworten.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 8,0 bei einer noch überschaubaren Zahl abgegebener Stimmen zeigt sich, dass der Film ein kleines, aber sehr zustimmendes Publikum gefunden hat. Seit der Entstehung 1989 sind mittlerweile mehrere Jahrzehnte vergangen, doch die Fragestellung nach staatlicher Strafgewalt und individueller Schuld bleibt unabhängig von der Zeit relevant. Innerhalb des Kriminaldramas nimmt der Film eine besondere Stellung ein, weil er auf äußere Spannungselemente weitgehend verzichtet und stattdessen auf die moralische Zuspitzung setzt, die sich aus der Konstellation von Täter, Verteidiger und Justiz ergibt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Mirosław Baka als Jacek Łazar
- Krzysztof Globisz als Piotr Balicki
- Jan Tesarz als Waldemar Rekowski
- Artur Barciś als Worker
- Krystyna Janda als Dorota Geller
- Olgierd Łukaszewicz als Andrzej Geller
- Maciej Szary als Supervisor
- Zbigniew Zapasiewicz als Commission Chairman
- Zbigniew Borek als Priest
- Władysław Byrdy als Executioner's Assistant
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Verfügbarkeit
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