Das Rettungsboot (1944)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Alfred Hitchcock |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Drama |
| Laufzeit | 96 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1944-01-28 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 1.590.000 $ |
| Einspielergebnis | 1.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (499 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Zweiter Weltkrieg, offene See. Ein Schiff wird von einem deutschen U-Boot beschossen, und beide gehen unter. Die Überlebenden des Schiffs retten sich in eines der Boote, eine zufällige Gemeinschaft aus Menschen, die sonst wenig verbindet: ein internationaler Journalist, ein reicher Geschäftsmann, ein Funker, eine Krankenschwester, ein Steward, ein Seemann und ein Ingenieur mit kommunistischen Neigungen. Schon dieses Gefüge trägt Spannungen in sich. Die eigentlichen Probleme beginnen jedoch, als sie einen weiteren Mann aus dem Wasser ziehen. Er gehört zur Besatzung des deutschen U-Boots, also zu jenen, die das Schiff versenkt haben. Wie die Gruppe mit dem Feind an Bord umgeht und ob sie überhaupt Land erreicht, entfaltet der Film auf engstem Raum.
Entstehungsgeschichte
Alfred Hitchcock inszenierte den Film 1944, mitten in jenem Krieg, von dem er erzählt. Tallulah Bankhead, William Bendix, Walter Slezak und Mary Anderson gehören zur Besetzung, die damit Vertreter der im Boot versammelten Typen abbildet. Die Altersfreigabe liegt bei zwölf Jahren, ein Wert, der bei einem Kriegsfilm dieser Art darauf hindeutet, dass die Bedrohung eher aus der Situation als aus Kampfbildern erwächst.
Hinter den Kulissen
Kriegsfilm und Drama, doch der Krieg findet hier nicht an der Front statt, sondern in einem Rettungsboot. Die Anlage ist ein Kammerspiel unter freiem Himmel: ein Schauplatz, eine Handvoll Figuren, keine Möglichkeit, sich aus dem Weg zu gehen. Die Zusammensetzung der Gruppe ist dabei der eigentliche Motor, denn Journalist, Geschäftsmann und Ingenieur mit kommunistischen Neigungen stehen für unvereinbare Sichtweisen, die im Angesicht von Durst und Erschöpfung aufeinanderprallen. Der gerettete Deutsche zwingt die Gruppe zu einer Entscheidung, die weit über das Boot hinausweist: Wie behandelt man den Feind, wenn man auf ihn angewiesen ist?
Einordnung & Wirkung
Die Durchschnittsbewertung von 7,4 von 10 liegt deutlich im oberen Bereich, getragen von einigen hundert Stimmen, was für einen 82 Jahre alten Film eine beachtliche Aufmerksamkeit bedeutet. Innerhalb des Kriegsfilms besetzt der Titel eine eigene Position, weil er das Genre auf seine moralische Grundfrage reduziert und dafür jeden Schauwert opfert. Das Rettungsboot als Bühne bleibt eine Versuchsanordnung, die auch heute noch unmittelbar wirkt.
Bilder








Besetzung & Stab
- Tallulah Bankhead als Connie Porter
- William Bendix als Gus Smith
- Walter Slezak als Willi
- Mary Anderson als Alice MacKenzie
- John Hodiak als John Kovac
- Henry Hull als Charles J. Rittenhouse
- Heather Angel als Mrs. Higley
- Hume Cronyn als Stanley "Sparks" Garrett
- Canada Lee als Joe Spencer
- William Yetter Jr. als Young German Sailor (uncredited)
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