Bonnie und Clyde (1967)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Arthur Penn |
|---|---|
| Genre | Krimi, Drama |
| Laufzeit | 111 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1967-08-13 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 2.500.000 $ |
| Einspielergebnis | 70.000.000 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,5 (1.853 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Texas in den dreißiger Jahren, mitten in der Wirtschaftskrise. Bonnie Parker und Clyde Barrow tun sich zusammen und beginnen, Banken auszurauben.
Sie holen Verstärkung — Clydes Bruder Buck und den jungen C. W. Moss — und werden als Barrow-Bande berühmt. Die Zeitungen machen sie zu Helden der kleinen Leute, die Polizei setzt sich an ihre Fersen. Der Film führt beides zusammen: den Rausch der Berühmtheit und das Wissen, dass diese Geschichte in einem Hinterhalt endet.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Arthur Penn. Das Originaldrehbuch schrieben die Esquire-Journalisten David Newman und Robert Benton, die Einflüsse der französischen Nouvelle Vague einarbeiteten. Robert Towne überarbeitete es erheblich — unter anderem ersetzte er Clydes ursprünglich angelegte Bisexualität durch Impotenz.
Warren Beatty spielt Clyde und trat zugleich als Produzent auf, was für einen Hauptdarsteller jener Zeit ungewöhnlich war. Faye Dunaway spielt Bonnie, Gene Hackman den Buck, Michael J. Pollard den C. W. Moss.
United Artists und Columbia Pictures lehnten den Stoff ab; finanziert wurde er schließlich von Warner Bros.
Hinter den Kulissen
Die Gewaltdarstellung war für ihre Zeit beispiellos intensiv. Daran entzündete sich die Auseinandersetzung um den Film — und zwar weniger an der Frage, ob so etwas geschehen ist, als daran, ob man es so zeigen darf.
Erzählerisch bricht der Film mit dem klassischen Hollywood: Er wechselt übergangslos zwischen Komik und Tod, verweigert eine moralische Instanz und lässt seine Figuren attraktiv bleiben, auch wenn sie morden.
Einordnung & Wirkung
Bei der Premiere fielen die Kritiken überwiegend negativ aus. Bosley Crowther nannte den Film lächerlich und warf ihm Gewaltverherrlichung vor.
Pauline Kael schrieb daraufhin eine ausführliche Gegenkritik, die zu einem der einflussreichsten Texte der amerikanischen Filmkritik wurde. Ihr Einwand: Zu viele wollten, dass das Gesetz die Aufgabe der Filmkritik übernehme; Filme seien kein unmittelbares Vorbild für Verhalten. Roger Ebert nannte den Film später einen Meilenstein der amerikanischen Filmgeschichte.
Bei den Oscars 1968 gab es acht Nominierungen, darunter für den besten Film und die Regie, und zwei Auszeichnungen: Estelle Parsons als beste Nebendarstellerin und Burnett Guffey für die Kamera.
Gemeinsam mit "Die Reifeprüfung", das im selben Jahr erschien, markiert der Film den Beginn des New Hollywood. 1992 kam er in das National Film Registry; das American Film Institute führt ihn auf Rang 27 seiner hundert besten Filme.
Bilder








Besetzung & Stab
- Warren Beatty als Clyde Barrow
- Faye Dunaway als Bonnie Parker
- Michael J. Pollard als C. W. Moss
- Gene Hackman als Buck Barrow
- Estelle Parsons als Blanche
- Denver Pyle als Frank Hamer
- Dub Taylor als Ivan Moss
- Evans Evans als Velma Davis
- Gene Wilder als Eugene Grizzard
- Mabel Cavitt als Bonnie's mother (uncredited)
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