Bad Guy (2002)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | 김기덕 |
|---|---|
| Genre | Drama, Thriller, Liebesfilm |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2002-01-11 |
| Einspielergebnis | 62.100 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (309 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
In einem Park in Seoul wartet die Kunststudentin Seon-hwa auf ihren Freund. Der Zuhälter Han-ki setzt sich auf die Bank direkt neben sie und bedrängt sie mit begehrlichen Blicken. Als ihr Freund erscheint, flüchtet sie sich angewidert in seine Arme. Han-ki fühlt sich gedemütigt, reißt die junge Frau von ihrem Freund weg und zwingt ihr einen langen Kuss auf. Erst einige Angehörige des Militärs können ihn von ihr trennen, und Seon-hwa spuckt ihm ins Gesicht.
Han-ki sinnt auf Rache. Er spinnt eine Intrige, durch die Seon-hwa in die Prostitution gezwungen wird und in Abhängigkeit von ihm gerät. Zwischen den beiden entsteht daraufhin eine Beziehung voller Widersprüche, geprägt von Ekel und Anziehung, von Liebe und Hass.
Entstehungsgeschichte
Regie führte 김기덕, der Film erschien 2002. Zur Besetzung gehören 조재현, Seo Won, 김윤태 und 최덕문. Der Titel „Bad Guy“ benennt die Hauptfigur ohne Umschweife.
Hinter den Kulissen
Drama, Thriller und Liebesfilm werden hier auf eine Weise kombiniert, die unbequem ist. Die Genres ziehen in verschiedene Richtungen: Der Thriller-Anteil ergibt sich aus Übergriff, Rache und Intrige, das Drama aus der erzwungenen Abhängigkeit, und der Liebesfilm-Anteil aus einer Bindung, die aus Gewalt hervorgeht. Dass diese Verbindung überhaupt als Beziehung erzählt wird, macht den Stoff heikel, denn die Geschichte handelt von sexueller Ausbeutung und von Macht über einen anderen Menschen.
Die Anlage setzt auf starke Gegensätze. Ein Zuhälter trifft auf eine Studentin, ein öffentlicher Park wird zum Ort eines Übergriffs, und die Gefühle zwischen den Figuren schwanken zwischen Abscheu und Anziehung. Die Geschichte verweigert klare Zuordnungen, was eine distanzierte, aufmerksame Betrachtung verlangt. Wer den Film sieht, sollte sich auf die Darstellung von Zwang und Demütigung einstellen, die nicht beschönigt wird.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,5 von 10 bei einigen hundert Stimmen fällt die Bewertung positiv, aber nicht überschwänglich aus, was bei einem so verstörenden Stoff wenig überrascht. 24 Jahre nach dem Erscheinen bleibt der Film ein Beispiel für ein Kino, das Liebesgeschichte und Gewalt bewusst nicht voneinander trennt. Für ein Publikum, das sich auf schwer erträgliche Konstellationen einlassen möchte, ist er ein forderndes Drama über Besitz, Rache und Abhängigkeit.
Bilder








Besetzung & Stab
- Cho Jae-hyun als Han-ki
- Seo Won als Sun-hwa
- Kim Yun-tae als Jung-tae
- Choi Deok-moon als Myeong-su
- Choi Yoon-young als Hyun-ja
- Shin Yoo-jin als Min-jung
- Kim Jung-young als Eun-hye
- Namkoong Min als Hyun-soo
- Lee Han-wi als Dal-soo
- Park Wan-kyu als Pickpocket
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Verfügbarkeit
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