Aus dem Leben der Marionetten (1980)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ingmar Bergman |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 103 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1980-10-08 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| TMDB-Bewertung | 7,3 (121 Stimmen) |
Worum es geht
Peter Egerman führt äußerlich ein geordnetes Leben: gutsituierter Manager, verheiratet, mittleren Alters. Doch innerlich zerbricht er an Träumen, in denen er seine eigene Frau umbringt. Als er sich seinem Psychiater anvertraut, wird er kaum ernst genommen – der Arzt informiert stattdessen Peters Frau über das Geständnis. Kurz darauf sucht auch sie den Psychiater auf, offenbar verbindet die beiden mehr als eine ärztliche Beziehung. Zwischen Peter und seiner Frau herrschen Streit, Schweigen und Entfremdung. Die Gedanken und Triebe, die Peter nicht mehr kontrollieren kann, drängen auf einen Ausbruch zu, der sich schließlich in einer Gewalttat gegenüber einer Prostituierten entlädt.
Entstehungsgeschichte
Der Film entstand 1980 unter der Regie von Ingmar Bergman. In den Hauptrollen sind Robert Atzorn, Christine Buchegger, Martin Benrath und Rita Russek zu sehen. Die Altersfreigabe liegt bei 16 Jahren.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte ist als Kammerspiel angelegt: Wenige Figuren, enge Beziehungen, ein Psychiater als Angelpunkt zwischen Ehepartnern. Diese Konstellation verweist auf ein Drama, das sich weniger für äußere Handlung als für die psychische Zersetzung einer Beziehung interessiert. Dass die Träume eines Mannes von Beginn an offen ausgesprochen werden und trotzdem folgenlos bleiben, macht die Erzählung zu einer Studie über Kommunikationslosigkeit: Die Figuren sprechen, ohne gehört zu werden. Der Titel selbst – „Aus dem Leben der Marionetten“ – legt nahe, dass die Personen als fremdgesteuert oder unfrei gedacht sind, gefangen in Rollen, aus denen sie sich nicht lösen können. Das Genre Drama wird hier konsequent in Richtung eines psychologischen Abgründigen ausgereizt, ohne dass Spannungselemente eines Thrillers bedient werden – die Gewalttat am Ende steht als Konsequenz, nicht als Höhepunkt einer Inszenierung von Suspense.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Bewertung von 7,3 bei einer eher schmalen Stimmenbasis gehört der Film zu jenen Titeln, die kein breites Publikum erreicht haben, aber bei denen, die ihn gesehen haben, überdurchschnittlich gut ankommen. Über vierzig Jahre nach seiner Entstehung steht er innerhalb des Dramengenres als ein Werk, das sich konsequent auf innere Zustände konzentriert statt auf äußere Ereignisse, und das seine Wirkung aus der Beobachtung menschlicher Beziehungen unter Druck zieht.
Bilder








Besetzung & Stab
- Robert Atzorn als Peter Egerman
- Christine Buchegger als Katarina Egerman
- Martin Benrath als Mogensjensen
- Rita Russek als Katharina Krafft
- Lola Müthel als Cordelia Egerman
- Walter Schmidinger als Tim Mandelbaum
- Heinz Bennent als Arthur Brenner
- Karl Heinz Pelser als Untersuchungsrichter
- Gaby Dohm als Frau Anders
- Toni Berger als Portier
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Verfügbarkeit
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