Auf dem Weg nach Oregon (2011)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Kelly Reichardt |
|---|---|
| Genre | Western, Historie, Drama |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2011-04-08 |
| Einspielergebnis | 876.302 $ |
| TMDB-Bewertung | 6,5 (317 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Im Jahr 1845 ziehen drei Ehepaare mit ihren Planwagen durch die Wüsten und Berge des amerikanischen Nordwestens. Ihr Ziel ist Oregon, ihr Führer ein Mann namens Stephen Meek. Je länger die beschwerliche Reise dauert, desto lauter werden die Zweifel, denn Meek hat offenkundig die Orientierung verloren.
Emily, eine der Pionierfrauen, hat ihm von Anfang an misstraut. Als die Lage ausweglos erscheint, schlägt sie etwas vor, das die Gruppe vor eine schwere Entscheidung stellt: Man solle einem Fremden folgen, einem gefangenen amerikanischen Ureinwohner, in dem bislang nur sie einen Menschen sieht. Damit steht nicht nur der richtige Weg zur Debatte, sondern auch die Frage, wem man in der Wildnis vertrauen kann.
Entstehungsgeschichte
Regie führte Kelly Reichardt, der Film stammt aus dem Jahr 2011. Michelle Williams, Bruce Greenwood, Will Patton und Zoe Kazan bilden die Besetzung. Die überschaubare Zahl an Hauptrollen entspricht einer Geschichte, die sich auf eine kleine Gruppe von Reisenden beschränkt.
Hinter den Kulissen
Die Verbindung von Western, Historie und Drama ergibt ein Werk, das die Bewegung nach Westen nicht als Abenteuer, sondern als Zerreißprobe zeigt. Die genaue Jahreszahl verankert die Handlung in einer konkreten historischen Situation, der Planwagentreck liefert das klassische Westernbild. Das Drama entsteht aus der Gruppe selbst: aus wachsendem Misstrauen, Erschöpfung und der Abhängigkeit von einem Mann, der seiner Aufgabe nicht gewachsen ist.
Dass ausgerechnet Emily die Zweifel am deutlichsten ausspricht, rückt eine Perspektive in den Vordergrund, die sich gegen die Autorität des Führers stellt. Der Gefangene wiederum wird zur Schlüsselfigur, obwohl oder gerade weil die Gruppe ihn zunächst nicht als ebenbürtig wahrnimmt. So verhandelt die Geschichte neben dem Überleben auch Fragen von Vorurteil, Menschlichkeit und Vertrauen. Die Weite der Landschaft steht dabei in auffälligem Gegensatz zur Enge der Lage, in der sich die Siedler befinden.
Einordnung & Wirkung
Mit 6,5 von 10 bewegt sich die Bewertung im ordentlichen Mittelfeld. Sie beruht auf einigen hundert Stimmen und zeigt ein Publikum, das dem Film eher wohlwollend als begeistert gegenübersteht. Seit dem Erscheinen sind 15 Jahre vergangen.
Innerhalb des Westerns steht der Film für eine ruhige, auf Entbehrung und innere Konflikte ausgerichtete Spielart. Statt Schießereien prägen Ungewissheit und Orientierungslosigkeit die Handlung. Wer das Genre vor allem mit Tempo verbindet, begegnet hier einer ganz anderen Seite des Aufbruchs nach Westen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Michelle Williams als Emily Tetherow
- Bruce Greenwood als Stephen Meek
- Will Patton als Soloman Tetherow
- Zoe Kazan als Millie Gately
- Paul Dano als Thomas Gately
- Shirley Henderson als Glory White
- Neal Huff als William White
- Tommy Nelson als Jimmy White
- Rod Rondeaux als The Indian
Weitere Filme von Kelly Reichardt
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.