American Psycho (2000)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Mary Harron |
|---|---|
| Genre | Thriller, Drama, Krimi |
| Laufzeit | 102 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2000-04-13 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 7.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 34.269.748 $ |
| TMDB-Bewertung | 7,4 (12.738 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Patrick Bateman ist siebenundzwanzig, Investmentbanker an der Wall Street und beschäftigt sich in seiner Freizeit mit Hautpflege, Tischreservierungen und der Frage, wessen Visitenkarte die bessere Papierstärke hat. Er erklärt in einem Monolog seine Morgenroutine und stellt dabei fest, dass hinter der Fassade nichts ist.
Parallel dazu tötet er Menschen: Obdachlose, Kolleginnen, einen Kollegen, dessen Visitenkarte ihn gekränkt hat. Sein Umfeld bemerkt es nicht, verwechselt ihn permanent mit anderen und überhört seine Geständnisse. Der Film lässt bis zuletzt offen, ob überhaupt etwas davon stattgefunden hat.
Entstehungsgeschichte
Bret Easton Ellis' Roman von 1991 löste bei Erscheinen erhebliche Proteste aus; der ursprüngliche Verlag zog ihn vor der Veröffentlichung zurück. Eine Verfilmung galt entsprechend als heikel.
Mary Harron und Guinevere Turner schrieben das Drehbuch. Die Besetzung war umkämpft: Leonardo DiCaprio war dem Studio zeitweise zugesagt worden, Oliver Stone als Regisseur im Gespräch. Harron lehnte DiCaprio ab, unter anderem weil er nach "Titanic" ein sehr junges Publikum anzog, und bestand auf Christian Bale. Sie wurde daraufhin von der Produktion abgesetzt und später zurückgeholt, nachdem DiCaprio ausgestiegen war.
Hinter den Kulissen
Bale entwickelte die Figur nach eigener Aussage aus einem Fernsehinterview mit einem bekannten Schauspieler, dessen Freundlichkeit ihm vollständig hohl erschien — eine Präsenz ohne dahinterliegende Person. Er hielt am Set weitgehend Abstand und behielt den amerikanischen Akzent durchgehend bei.
Gedreht wurde überwiegend in Toronto, mit einem Budget von rund sieben Millionen Dollar. Harron und Turner legten die Gewaltszenen bewusst so an, dass sie kaum zu sehen sind und ins Lächerliche kippen — die Regieführung durch zwei Frauen wurde in der Rezeption regelmäßig als Grund dafür angeführt, dass der Film die Vorlage als Satire lesbar macht.
Einordnung & Wirkung
Der Film spielte weltweit rund 34 Millionen Dollar ein und wurde gemischt aufgenommen.
Sein Nachleben ist bemerkenswert widersprüchlich. Er gilt als scharfe Satire auf die Selbstbezogenheit der 1980er-Finanzwelt — und Patrick Bateman ist zugleich zu einer der meistzitierten Figuren des Internets geworden, häufig von Nutzern, die ihn bewundern statt ihn als Karikatur zu lesen. Damit teilt er das Schicksal von "Fight Club" und "The Wolf of Wall Street": Eine Kritik, die ihre Zielfigur attraktiv genug inszeniert, wird zuverlässig missverstanden.
Bilder








Besetzung & Stab
- Christian Bale als Patrick Bateman
- Justin Theroux als Timothy Bryce
- Josh Lucas als Craig McDermott
- Bill Sage als David Van Patten
- Chloë Sevigny als Jean
- Reese Witherspoon als Evelyn Williams
- Samantha Mathis als Courtney Rawlinson
- Matt Ross als Luis Carruthers
- Jared Leto als Paul Allen
- Willem Dafoe als Donald Kimball
Weitere Filme von Mary Harron
Ähnliche Titel
Verfügbarkeit
Aktuell bei keinem bekannten Streaming-Anbieter im Abo verfuegbar.