American Beauty (1999)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sam Mendes |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 122 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 1999-09-15 |
| Altersfreigabe | FSK 16 |
| Budget | 15.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 356.296.601 $ |
| TMDB-Bewertung | 8 (13.359 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Lester Burnham ist zweiundvierzig, arbeitet in einer Werbeagentur, wird dort demnächst entlassen und erklärt gleich zu Beginn aus dem Off, dass er in weniger als einem Jahr tot sein wird. Seine Frau Carolyn verkauft Immobilien und hält die Fassade, seine Tochter Jane verachtet ihn.
Bei einer Schulaufführung sieht er Janes Freundin Angela und beschließt, sein Leben zu ändern: Er kündigt mit einer Erpressung, arbeitet in einem Schnellrestaurant, kifft und trainiert. Nebenan zieht eine Familie ein, deren Vater Oberst bei den Marines ist und deren Sohn Ricky alles filmt. Der Film erzählt eine Vorstadt, in der jede Figur etwas verbirgt, und lässt bis zum Schluss offen, wer schießen wird.
Entstehungsgeschichte
Alan Ball schrieb das Drehbuch, angeregt unter anderem durch den Medienrummel um einen Gerichtsprozess der 1990er. Es kursierte in Hollywood und löste ein Bietverfahren aus; DreamWorks setzte sich durch.
Sam Mendes kam vom Theater und hatte nie einen Film gedreht; Steven Spielberg setzte ihn durch, nachdem er eine seiner Inszenierungen gesehen hatte. Mendes bekam ungewöhnlich viel Freiheit für einen Debütanten — einschließlich der Möglichkeit, nach der ersten Drehwoche das bereits gedrehte Material zu verwerfen und neu anzufangen, was er tat.
Hinter den Kulissen
Conrad L. Hall führte die Kamera und legte den Film in strengen Symmetrien an, aus denen die Figuren regelmäßig herausfallen. Wiederkehrende Motive — Rot als einzige kräftige Farbe, Gitterstrukturen vor Gesichtern, Wasser — durchziehen die Bildebene konsequent.
Die Szene mit der Plastiktüte im Wind wurde in einer einzigen Einstellung gedreht; Ball hatte das Bild Jahre zuvor selbst vor dem World Trade Center beobachtet. Thomas Newmans Musik arbeitet fast ausschließlich mit Perkussion und Marimba statt mit Streichern. Kevin Spacey und Annette Bening spielten mehrere Auseinandersetzungen in langen, ungeschnittenen Durchgängen.
Einordnung & Wirkung
Der Film gewann fünf Oscars, darunter bester Film, beste Regie, bester Hauptdarsteller und bestes Originaldrehbuch, und spielte weltweit rund 356 Millionen Dollar ein.
Seine Stellung hat sich seither erheblich verschoben. Zum einen wurde die Erzählung eines Mannes mittleren Alters, der sich für eine Sechzehnjährige interessiert, mit den Jahren anders gelesen als 1999. Zum anderen führten die Missbrauchsvorwürfe gegen Kevin Spacey ab 2017 dazu, dass der Film aus vielen Kanons verschwand. Als Zeitdokument der amerikanischen Vorstadtkritik der späten 1990er bleibt er zentral, wird aber kaum noch ohne diese Vorbehalte besprochen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Kevin Spacey als Lester Burnham
- Annette Bening als Carolyn Burnham
- Thora Birch als Jane Burnham
- Wes Bentley als Ricky Fitts
- Mena Suvari als Angela Hayes
- Peter Gallagher als Buddy Kane
- Allison Janney als Barbara Fitts
- Chris Cooper als Colonel Fitts
- Scott Bakula als Jim Olmeyer
- Sam Robards als Jim Berkley
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