1917 (2019)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Sam Mendes |
|---|---|
| Genre | Kriegsfilm, Drama, Historie |
| Laufzeit | 119 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2019-12-25 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| Budget | 100.000.000 $ |
| Einspielergebnis | 446.064.352 $ |
| TMDB-Bewertung | 8 (13.905 Stimmen) |
| Verfügbar bei | Amazon Prime Video, Magenta TV+ |
Trailer
Worum es geht
6. April 1917, Nordfrankreich. Zwei britische Gefreite erhalten den Auftrag, eine Nachricht durch das Niemandsland zu einem Bataillon zu bringen, das am nächsten Morgen angreifen soll — in eine Falle, weil der deutsche Rückzug inszeniert ist. Es gibt keine Funkverbindung, und ohne die Nachricht sterben sechzehnhundert Mann, darunter der Bruder eines der beiden.
Der Film folgt ihnen in scheinbarer Echtzeit über einen Tag und eine Nacht: durch verlassene Gräben, über offenes Feld, durch ein zerstörtes Dorf. Handlung im üblichen Sinn gibt es kaum — die Spannung entsteht ausschließlich aus Entfernung und verbleibender Zeit.
Entstehungsgeschichte
Sam Mendes stützte sich auf Erzählungen seines Großvaters Alfred Mendes, der im Ersten Weltkrieg als Meldegänger diente und über die Bedingungen berichtet hatte. Der Film ist ihm gewidmet.
Mendes schrieb das Drehbuch mit Krysty Wilson-Cairns. Die Grundentscheidung, den Film als eine durchgehende Aufnahme zu inszenieren, stand von Anfang an fest und bestimmte alles Weitere: Die Handlung musste so geschrieben werden, dass sie ohne Schnitt funktioniert, weshalb der Text vergleichsweise kurz ist und der Rhythmus über Wege statt über Szenen entsteht.
Hinter den Kulissen
Die Vorbereitung dauerte etwa sechs Monate, in denen Roger Deakins und Mendes die Wege abschritten und die Kulissen entsprechend bauten — die Grabenanlagen wurden in der Länge angelegt, die die Dialoge brauchen, nicht umgekehrt. Gedreht wurde überwiegend in Schottland und England, in Aufnahmen von bis zu neun Minuten.
Das Licht war die größte Einschränkung: Weil die Szenen bei gleichmäßiger Bewölkung gedreht werden mussten, damit die Übergänge unsichtbar bleiben, wartete das Team regelmäßig tagelang auf passendes Wetter. Deakins gewann für die Arbeit seinen zweiten Oscar. Thomas Newman komponierte die Musik, die den Film über weite Strecken allein trägt.
Einordnung & Wirkung
"1917" spielte weltweit rund 385 Millionen Dollar ein und gewann drei Oscars, für Kamera, visuelle Effekte und Tonmischung; er galt lange als Favorit für die Hauptkategorie, unterlag dort aber "Parasite".
Die Kritik lobte die technische Leistung nahezu einhellig und stritt über ihren Nutzen: Der Einwand lautete, die durchgehende Aufnahme mache den Krieg zum Erlebnisparcours und lasse für Figuren wenig Raum. Der Gegenpunkt ist, dass genau diese Form die Erschöpfung erfahrbar macht, weil dem Publikum wie den Figuren keine Pause gegönnt wird. Der Erste Weltkrieg ist im Kino ohnehin selten behandelt; der Film gehört zu den wenigen Großproduktionen dazu.
Bilder








Besetzung & Stab
- George MacKay als Lance Corporal Schofield
- Dean-Charles Chapman als Lance Corporal Blake
- Mark Strong als Captain Smith
- Andrew Scott als Lieutenant Leslie
- Richard Madden als Lieutenant Blake
- Claire Duburcq als Lauri
- Colin Firth als General Erinmore
- Benedict Cumberbatch als Colonel MacKenzie
- Daniel Mays als Sergeant Sanders
- Adrian Scarborough als Major Hepburn
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Verfügbarkeit
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