All eure Gesichter (2023)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Jeanne Herry |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 115 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2023-03-29 |
| Altersfreigabe | FSK 12 |
| TMDB-Bewertung | 7,9 (715 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Seit 2014 bietet die Restaurative Justiz in Frankreich Opfern und Tätern die Möglichkeit, miteinander zu sprechen – in geschützten Einrichtungen, begleitet von Fachleuten und Freiwilligen wie Judith, Fanny oder Michel. Nassim, Issa und Thomas, die wegen Gewaltdelikten verurteilt wurden, treffen dort auf Menschen, denen Gewalt widerfahren ist: Grégoire, Nawelle und Sabine, die Homejacking, Raubüberfälle und Entreißdiebstähle erlebt haben, und Chloé, die Opfer von Inzestvergewaltigungen wurde. Was auf diesem Weg entsteht, ist nicht planbar. Es gibt Wut und Hoffnung, Schweigen und Worte, Bündnisse und Zerwürfnisse, Einsichten und wiedergefundenes Vertrauen. Am Ende steht manchmal die Wiedergutmachung – manchmal.
Entstehungsgeschichte
Jeanne Herry inszenierte den Film, der 2023 herauskam und im englischen Original „All Your Faces“ heißt. Birane Ba, Leïla Bekhti, Anne Benoît und Dali Benssalah gehören zur Besetzung. Die Freigabe setzt bei zwölf Jahren an.
Hinter den Kulissen
Das Drama bewegt sich im Feld von PTBS, Sozialarbeitern, Melancholie, traumatischer Erfahrung, Wiedergutmachung und Komplexen. Diese Aufzählung zeigt, dass hier nicht ein Verbrechen erzählt wird, sondern das, was danach kommt und meist unsichtbar bleibt. Die Anlage arbeitet mit einer Vielzahl von Figuren statt mit einer Hauptperson; das entspricht einem Verfahren, das auf Gruppen und Begleitung angewiesen ist. Der Schwerpunkt liegt entsprechend auf Gesprächen, auf dem, was gesagt wird, und auf dem, was ungesagt bleibt. Dass auch die Begleitenden Namen tragen, verweist auf ihre Rolle: Sie sind Teil des Vorgangs, nicht dessen Rahmen. Auch die Melancholie, die ausdrücklich zum Motivkreis gehört, ist damit weniger Stimmung als Ergebnis: Sie stellt sich dort ein, wo sich nichts vollständig auflösen lässt.
Einordnung & Wirkung
Mit 7,9 von 10 steht hier der höchste Wert dieser Auswahl, wenn auch auf einer noch schmalen Bewertungsbasis. Drei Jahre nach dem Erscheinen ist der Film jung, sein Gegenstand aber langfristig angelegt. Unter den Sozialdramen gehört er zu den Arbeiten, die ein Verfahren zeigen, statt einen Fall aufzulösen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Birane Ba als Issa
- Leïla Bekhti als Nawelle
- Anne Benoît als Yvette
- Dali Benssalah als Nassim
- Élodie Bouchez als Judith
- Suliane Brahim als Fanny
- Jean-Pierre Darroussin als Michel
- Adèle Exarchopoulos als Chloé Delarme
- Gilles Lellouche als Grégoire
- Miou-Miou als Sabine
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Verfügbarkeit
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