Paul Schrader
Werdegang
Paul Joseph Schrader wurde am 22. Juli 1946 geboren. Bekannt wurde er zunächst als Drehbuchautor, insbesondere durch das Skript zu Martin Scorseses „Taxi Driver“ (1976). Die Zusammenarbeit mit Scorsese setzte er als Autor bzw. Co-Autor von „Wie ein wilder Stier“ (1980), „Die letzte Versuchung Christi“ (1988) und „Bringing Out the Dead“ (1999) fort. Daneben arbeitete Schrader intensiv als Regisseur, unter anderem an „Blue Collar“ (1978), „American Gigolo“ (1980), „Mishima“ (1985) und „First Reformed“ (2017), für den er seine erste Oscar-Nominierung erhielt. Seine Werke kreisen häufig um isolierte, verzweifelte Männer in existenziellen Krisen, ein Muster, das er selbst als „Mann im Raum“-Geschichten bezeichnet hat. Drei seiner jüngeren Filme – „First Reformed“, „The Card Counter“ und „Master Gardener“ – versteht er als lose Trilogie.
Filmografie bei uns
Im Katalog ist Paul Schrader als Regisseur mit 17 Filmen vertreten, Serien finden sich keine. Die Titel reichen von „Blue Collar“ (1978) bis „Oh, Canada“ (2024), decken also einen Zeitraum von 46 Jahren ab – der erste Titel entstand, als Schrader 32 Jahre alt war, der jüngste, als er 78 war. Genrelich dominiert das Drama, ergänzt um Krimi, Thriller, Kriegsfilm sowie vereinzelt Fantasy, Mystery und Horror, was die thematische Bandbreite zwischen realistischen Charakterstudien und stilistisch ausgreifenderen Stoffen widerspiegelt.
Einordnung
Die Bewertungen der 17 Titel bewegen sich zwischen 5,1 und 7,8 von 10, im Schnitt bei 6,2. Am besten schneidet „Mishima – Ein Leben in vier Kapiteln“ (1985) mit 7,8 ab, gefolgt von „Blue Collar“ (1978) mit 7,3. Die schwächsten Werte liegen bei „Dominion: Exorzist – Der Anfang des Bösen“ (2005) mit 5,1 und „The Walker“ (2007) mit 5,3. Über den langen Zeitraum von fast fünf Jahrzehnten zeigt sich damit eine relativ gleichmäßige, mittlere bis solide Bewertung ohne extreme Ausreißer nach unten.
Filmografie (Regie)