Winterdieb (2012)
Zur Watchlist hinzufügenKurzüberblick
| Regie | Ursula Meier |
|---|---|
| Genre | Drama |
| Laufzeit | 97 Minuten |
| Erscheinungsdatum | 2012-04-04 |
| Altersfreigabe | FSK 6 |
| TMDB-Bewertung | 6,7 (182 Stimmen) |
Trailer
Worum es geht
Jeden Tag nimmt ein Zwölfjähriger die Bahn hinauf ins verschneite Bergmassiv, dorthin, wo die Touristen ihre Skier, Handschuhe und Ausrüstung achtlos herumliegen lassen. Was er dort erbeutet, verkauft er unten im Tal weiter. Von dem Geld kauft er keine Spielsachen, sondern Milch, Brot, Klopapier – die Dinge, die ein Haushalt eben braucht. Denn zu Hause wartet seine junge Mutter, die gegenüber ihren wechselnden Männerbekanntschaften behauptet, seine Schwester zu sein, und die sich kaum um ihn kümmert. Der Junge sorgt für ihren gemeinsamen Unterhalt, während er selbst vor allem eines sucht: ein wenig Nähe und Zuneigung, die ihm niemand gibt.
Entstehungsgeschichte
„Winterdieb“ entstand 2012 unter der Regie von Ursula Meier und ist im englischsprachigen Raum unter dem Titel „Sister“ bekannt. In den Hauptrollen sind Kacey Mottet Klein als der Junge sowie Léa Seydoux als seine Mutter zu sehen, ergänzt durch Martin Compston und Gillian Anderson. Der Film ist als Drama ausgewiesen und ab 6 Jahren freigegeben.
Hinter den Kulissen
Die Geschichte spielt mit einem starken räumlichen Gegensatz: oben die glitzernde, wohlhabende Welt der Bergurlauber, unten das trostlose Hochhaus im Tal, in dem der Junge mit seiner Mutter lebt. Aus dieser Kluft entsteht die eigentliche Spannung des Films, weit mehr als aus der Frage, ob die Diebstähle gelingen. Dass ein Kind hier die Rolle des Versorgers übernimmt, während die erwachsene Bezugsperson sich ihrer Verantwortung entzieht, kehrt die übliche Familienordnung um. Die Genrezuordnung als reines Drama, ohne komödiantische oder thrillerhafte Beimischung, lässt vermuten, dass der Film sich ganz auf diese emotionale Schieflage konzentriert statt auf äußere Handlungsspannung.
Einordnung & Wirkung
Mit einer Durchschnittsbewertung von 6,7 bei einer eher schmalen Stimmenbasis bewegt sich „Winterdieb“ im soliden, aber nicht überragenden Mittelfeld der Publikumsreaktionen. Seit dem Erscheinungsjahr 2012 sind mittlerweile 13 Jahre vergangen, ohne dass sich daran offenbar viel geändert hat – ein Zeichen dafür, dass der Film eher ein Nischenpublikum als ein breites erreicht hat. Innerhalb des Dramagenres steht er für eine leise, auf zwischenmenschliche Verhältnisse fokussierte Erzählweise statt auf große dramatische Zuspitzungen.
Bilder








Besetzung & Stab
- Kacey Mottet Klein als Simon
- Léa Seydoux als Louise
- Martin Compston als Mike
- Gillian Anderson als Kristin Jansen
- Jean-François Stévenin als Chief cook
- Yann Trégouët als Bruno
- Gabin Lefebvre als Marcus
- Magne-Håvard Brekke als Violent skier
- Antonio Troilo als Driver of the minibus
- Luca May als Baby
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Verfügbarkeit
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